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Liebe Leserinnen und Leser von Praxis Kommunikation,

frisch aus der Druckerei liegt sie vor uns, die erste Ausgabe des Jahres 2021. Sie riecht noch ein wenig nach Farbe und Papier und es fühlt sich so gut an, das Heft aufzuschlagen und darin zu blättern! Vielleicht fällt es Ihnen beim Lesen auf: Wir haben ein paar kleine Modernisierungen am Layout vorgenommen.

In den nächsten Tagen ist das Heft am Kiosk erhältlich und liegt auch bei unseren Abonnenten im Briefkasten.

Wir beschäftigen uns derweil schon mit Ausgabe 2, die Ende April erscheint. Das Thema heißt dann "Coaching mit Kindern".

Schulangst, Mobbing, Rivalität, Leistungsdruck – viele Kinder sind belastenden Situationen ausgesetzt, die sie alleine nicht auflösen können. Manchmal ist es auch einfach eine überbordende Phantasie, die Sorgen und Ängste befeuert. Die Folge: Verhaltensauffälligkeiten und Schwierigkeiten im Alltag. Auf Kinder zugeschnittene Coaching-Interventionen wecken Ressourcen und geben Kindern und Eltern Kraft. Unsere Autorinnen und Autoren berichten von ihren Erfahrungen.

 

Herzliche Grüße

Ihr Praxis Kommunikation-Team im Junfermann Verlag

 

 

 

 
 
 

Guter Webauftritt: Vermeiden Sie diese Fehler

 
 

Der perfekte Medienauftritt eines Unternehmens kann in Zeiten der Corona-Krise überlebenswichtig werden. Jonas Eisert, Experte für Videomarketing von der Loft Film GmbH, trifft in seinen Analysen von Internetauftritten immer wieder auf die gleichen sechs Fehler, die dazu führen, dass die Conversion Rate viel zu niedrig ist. Wenn ein potenzieller Kunde die Seite schon verlassen hat, bevor sich das Produkt oder das Unternehmen präsentieren kann, ist etwas ganz schön schief gelaufen. Hier hat er die sechs häufigsten Fehler zusammengestellt, die dazu führen, dass Interessenten von Ihrer Website "abspringen":

1. Fehler: Floskeln, Blabla und Abstraktes

Wer seine potenziellen Kunden mit Nebelgranaten bewirft, ist selbst schuld. Abstrakte Begriffe „ohne Gesicht“ erzeugen bei den Kunden keine Bilder im Kopf und werden falsch verstanden. „Digitalisierung“, „Innovation“, „Wir machen Sie reich“, „Wir verschaffen Ihnen mehr Kunden“ oder „Der Kunde im Mittelpunkt“ sind keine konkreten Aussagen. Das Erzählen bildhafter Beispiele hingegen wirkt. Statt Reichtum zu prophezeien, sollten sich Sätze wie: „Im besten Restaurant der Stadt wählen Sie genüsslich Menü und Weinbegleitung – ohne einen Gedanken an den Preis zu verschwenden“, auf Ihrer Webseite wiederfinden. Statt Kundenströme zu versprechen, ist folgender Satz eine konkrete Aussage: „Finden Sie jeden Morgen 5 Nachrichten in Ihrer Mailbox von Menschen, die sich Ihr Produkt wünschen.“ Wie Sie einzigartig rüberkommen? Ganz einfach: Eigene Headline nehmen und sie auf der Webseite eines Konkurrenten imaginieren - passt sie 1:1, ist sie unbrauchbar.

2. Fehler: „Für den Kunden“ fehlt, „über uns“ dominiert

Ein Kunde, der zum ersten Mal eine Webseite besucht, will abgeholt werden, anstatt zu erfahren wie „toll”, „innovativ” und „dynamisch” das Unternehmen oder der Coach ist. Er möchte wissen, wo sein Vorteil liegt, wenn er das Produkt kauft oder ein Seminar bucht. Denn ein Unternehmen möchte schließlich Umsätze lukrieren, keinen Orden verliehen bekommen.

3. Fehler: Falsches oder gar kein Video

Ohne Video gehen moderne Webseiten heute ein Risiko ein. Kaum jemand möchte seine Zeit verschwenden, indem er lange Texte auf Webseiten durchliest. Die Verweildauer eines Interessenten auf einer Webseite beeinflusst das SEO-Ranking (Suchmaschinen-Ranking). Ein gut gemachtes Video kann diese Verweildauer erhöhen.Wenn nicht, wird meistens schnell zum nächsten Anbieter weiter geklickt. Ein professionelles Video sorgt nicht allein dafür, potenzielle Kunden auf der Webseite zu halten, sondern auch Produkte zu verkaufen. Im ersten Schritt geht es darum, die Art des Videos auszuwählen. Imagefilme, die oft von großen Brands genutzt werden, verkaufen beispielsweise nicht unmittelbar Produkte. Gute Umsätze erzielen hingegen Videos, in denen man selbst zum Kunden spricht und das Produkt erklärt. Hier gilt es allerdings darauf zu achten, souverän, authentisch und perfekt vorbereitet vor der Kamera zu wirken. Wer sich scheut, selbst vor die Kamera zu treten, wählt animierte Filme oder Erklärvideos. Sie sind leicht verständlich und transportieren unmittelbar Informationen.

Ein gutes Beispiel dafür finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?v=aXbahESzS28
 

4. Fehler: Seite lädt zu lang

Wenn eine Webseite zu lang lädt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass der eben noch potenzielle Kunde sich dem nächsten Anbieter zuwendet.
 

5. Fehler: Übertriebener Call to Action

Dass der "Call to Action" ein wichtiges Tool des Online-Verkaufes ist, ist längst bekannt. Dass man damit aber auch übertreiben kann, beweisen zahlreiche Webseiten, die nicht nur mit einem, sondern gleich einer ganzen Armee von Handlungsaufforderungen in die Schlacht ziehen. Hier soll die E-Mail-Adresse hinterlassen werden, dort die Telefonnummer, im nächsten Moment soll man ein Hörbuch herunterladen und sich auch noch ein Video ansehen. Das ist eindeutig zu viel des Guten. Ein klarer Call to Action wie beispielsweise den Kunden aufzufordern, sich ein informatives Video anzuschauen, reicht an dieser Stelle völlig aus.
 

6. Fehler: Zu viele Details verwirren

Es ist nicht zielführend, einen potenziellen Kunden mit einer Flut an Details zu verwirren. Stattdessen soll er zum nächsten Schritt motiviert werden. Hierbei ist es wichtig, die Fragen des Kunden zu beantworten und eine Lösung für sein Problem zu finden.

Jonas Eisert ist der Geschäftsführer der Loft Film GmbH, einer Agentur für Erklärfilme aus München. Sein Job ist es, komplexe Produkte und Dienstleistungen kompakt zu erklären, so dass die Zielgruppe sie sofort versteht. Eisert und seine Kollegen haben bereits über 1.000 animierte Filme erstellt, die insgesamt mehr als zehn Millionen Mal angeschaut wurden. Sie wissen daher genau, was Kunden online überzeugt. https://loftfilm.de/

 

 

 

 

 

 
 

Neue Realität: Digitale Kompetenz im Coaching

 
 

Mit Beginn der Corona-Krise wurde "Digitalisierung" zum Gebot der Stunde. Die Aufgabe für Trainer und Coaches ist, analoge Konzepte schnell digital nutzbar zu machen. Welche Tools helfen dabei? Und: wo bleibt der Faktor Menschlichkeit im virtuellen Raum?

Unsere Autorinnen und Autoren haben praxiserprobte Tipps, mit denen man es schaffen kann, etwas von dem Wir-Gefühl aus den Präsenzseminaren in den Online-Bereich hinüberzuretten und eine Bindung zu Coachees und Weiterbildungsteilnehmern herzustellen. Sie berichten über ihre Erfahrungen mit digitalen Tools und Konzepten und benennen die Vorteile, aber auch Grenzen und Stolpersteine.

Ausgabe 1/2021 ist ab dem 26. Februar im gut sortierten Zeitschriftenhandel oder im Abo erhältlich.

 

 

 

 
 

Buchrezension: „Ist die linke Seite noch sehr bamstig?“

 
 

51 Jahre alt ist Joachim Meyerhoff, Schauspieler (am Wiener Burgtheater, aktuell in Berlin) und Romanautor, als ihn ein Schlaganfall ereilt - ein "Schlagerl", wie es die Wiener Krankenschwestern dialektgefärbt-verniedlichend nennen. Er sitzt mit seiner Tochter an einer Hausarbeit, als der Raum um ihn herum verschwimmt: "Mein linkes Bein fing sanft zu kribbeln an, auf dem Schienbein eine Ameisenstraße, dann stärker und verlor seine für mich eindeutige Position im Raum. Mit einer prickelnden Entladung wich schlagartig alle Kraft aus dem linken Arm."

Ich habe bereits Meyerhoffs halb-autobiografische „Alle Toten fliegen hoch“-Buchreihe mit großer Begeisterung gelesen. Ich mag einfach seinen skurrilen Humor, mit dem er die abstrusesten Situationen meistert, ich mag seine zuweilen zur Schau getragene Kantigkeit, seine emotionalen Ausbrüche, sein großes Herz, seine Fähigkeit, das Gute, Liebenswerte in Menschen zu entdecken. Und ich mag seinen grundsätzlich optimistischen Blick aufs Leben mit all seinen Höhepunkten und Abgründen. Umso neugieriger war ich darauf, wie ein Mensch mit seiner Lebenserfahrung mit der unfreiwilligen Zäsur durch einen Schlaganfall umgeht. Was macht es mit diesem virilen einen Meter neunzig großen Mann, der als Schauspieler große Freude daran hat, halbnackt über die Bühne zu hüpfen? Für den Körperbeherrschung zum Tagesgeschäft gehört? Für den das Spiel mit der Sprache eines der wichtigsten Mittel ist? Und überhaupt: was haben denn die Hamster im Titel zu suchen?

Ja, Meyerhoff ist in eine Schieflage geraten, seelisch wie körperlich. Er kann seinem Körper und seinem Gehirn nach dem Schlaganfall nicht richtig trauen. Um sein Erinnerungsvermögen zu überprüfen, memoriert er sprachlich teils sperrige Theatertexte. In den langen Nachtstunden kommt die Angst, er könne einen weiteren Schlaganfall erleiden. Er versucht sich wachzuhalten, indem er über seine Familie und die kommende Generation sinniert und sich an Anekdoten aus seiner Vergangenheit erinnert – dies teilweise sehr humorvoll und lustig, teilweise aber auch mit einem zärtlichen Blick auf das Zerbrechliche und Vergängliche.

Tagsüber beobachtet und beschreibt Joachim Meyerhoff das Wiener Krankenhauspersonal („Ist die linke Seite noch sehr bamstig?“) und seine Mitpatienten und stößt immer wieder auf absurde Begebenheiten von gelegentlich Loriot’schen Dimensionen, die er mit seinem lakonischen Erzählstil wiedergibt (hier erscheint auch die titelgebende Hamsterkolonie im Krankenhauspark). Und es klingt durch: Das Selbstverständnis des Autors hat Schaden genommen. Trotz körperlicher Genesung - das alte Gefühl der Unverwundbarkeit, des Zutrauen in das eigene Gehirn, in die eigenen Fähigkeiten, kommt nur sehr langsam zurück und bleibt zunächst fragil.

Was ich lerne: Humor hilft. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Vergänglichkeit ereilt jeden von uns im Leben irgendwann. In Zeiten der Pandemie aktuell wahrscheinlich noch mehr als sonst. Wenn man die Fähigkeit hat, trotz aller Schwere das Leichte, das Komische, das Skurrile noch zu sehen, hilft uns das, Dinge besser zu ertragen und lenkt uns von Selbstmitleid ab.

Das Buch ist persönlich, sehr privat, manchmal drastisch, distanzlos. Das muss man aushalten können. Das, und die ernste Botschaft bei allem Humor: Unser Leben ist endlich. Genießen wir es.

Simone Scheinert

 

Joachim Meyerhoff. Hamster im hinteren Stromgebiet. Kiepenheuer & Witsch, 2020.

 

 

 

 

 
 

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