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Meinung zu: Der verlorene Kampf um die Wörter
Produktbewertung von: Ruth Gall
Datum: Donnerstag, 22. März 2007
Punkte: [5 von 5 Punkten!]
Produktbewertung:
Bauch, Bermudashort, Achselhemd, Digitalkamera um den Hals... also ein "Sextourist"? ein "Pädophiler", einer der Kinder liebt?
... oder der "ausgerutschte" Promi: na ja, die Frau hätte auch diplomatischer sein könne = der Ehemann, dem die Hand ausrutschte?
NEIN!
In ihrem mutigen, kompetenten und engagierten Buch veranschaulicht uns Monika Gerstendörfer die schmerzende Wahrheit. Dies Männer sind Verbrecher. Brutal und menschenverachtend. Die Tätergruppe selbst profitiert von der Verharmlosung - ihre Opfer meinen sich so zu schützen vor der Realität der erlebten Gewalt. Medienvertreter, selbst Richter und Anwälte entwürdigen die Opfer ein zweites, drittes Mal, indem sie Opfer verbal verunglimpfen und sowohl die Täter, als auch deren Gewalt verniedlichen.
Wir selber schützen uns per Sprache und "Denke" vor dem Grauen solcher Gewalttaten.
Doch die richtige Sprache, Tat und Täter eindeutig zu benennen, ist für uns alle lebensnotwendig. Für unsere Kinder und unsere Zukunft, für die Menschlichkeit, die nicht Täter schont und Opfer verhöhnt.
Ich wünsche mir für uns alle im Kopf so einen Quitschi, der "ohwohw" quäkt - wenn wir Pädophile denken - und sagt: "meinten Sie Pädokriminelle?"
So wie es das Korrekturprogramm in der Textverarbeitung macht.
Danke Monika Gerstendörfer für die längst fällige Genugtuung der Opfer. Wie gut es tut, da eine Verurteilung, ein Anprangern zu lesen. Weil Opfer sonst ja nie oder seltens irgendwie Genugtuung bekommt. Das ist wie Heilsalbe.
Ruth Gall Autorin
Selbsthilfe Initiative für Kinder übermächtiger (Schwieger-)Eltern |
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