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van der Hart, Onno;Nijenhuis, Ellert;Steele, Kathy
Das verfolgte Selbst
Strukturelle Dissoziation. Die Behandlung chronischer Traumatisierung
Originaltitel:
The Haunted Self
1. Auflage, 2009.06.15
464 Seiten, Kartoniert
Format: 17.0 x 24.0cm
ISBN: 3-87387-671-X
ISBN 13: 978-3-87387-671-2
42,00 EUR
"Onno van der Hart, Ellert Nijenhuis und Kathy Steele haben einen bahnbrechenden Beitrag zur Erforschung von Traumata geleistet, und ihnen ist auf Anhieb ein Klassiker zum Thema Dissoziation und dissoziative Störungen gelungen. Dieses äußerst konstruktive, sehr klar und gut lesbar geschriebene Buch regt zum Nachdenken an, vereinigt es doch Pierre Janets Beobachtungen und Ideen mit modernen Theorien des Traumas und der Dissoziation und mit den neuesten Erkenntnissen der Neurowissenschaft." -
Richard P. Kluft
"Seit hundert Jahren beschreiben wir sie, doch was Dissoziation über unseren Geist sagt und wie wir sie behandeln können, das beginnen wir überhaupt erst zu verstehen. Dieses Buch ist eine brillante und gut verständliche Darstellung des wichtigsten Konzepts der zeitgenössischen Psychiatrie und Psychotherapie." -
David Servan-Schreiber
Teil I: Strukturelle Dissoziation der Persönlichkeit
Strukturelle Dissoziation der Persönlichkeit - Grundlagen
Die primäre strukturelle Dissoziation der Persönlichkeit: Prototypen des scheinbar normalen (ANP) und des emotionalen Anteils (EP) der Persönlichkeit
Die sekundäre strukturelle Dissoziation der Persönlichkeit
Die tertiäre strukturelle Dissoziation der Persönlichkeit
Traumabezogene Symptome im Licht der strukturellen Dissoziation
Strukturelle Dissoziation und das Spektrum der traumabezogenen Störungen
Teil II: Chronische Traumatisierung und eine an Janet orientierte Psychologie des Handelns
Die Synthese und ihre Grenzen bei Traumatisierten
Traumatisierung als Syndrom der Nichtrealisation
Die Hierarchie der Handlungstendenzen
Die Aufrechterhaltung der strukturellen Dissoziation durch Phobien
Teil III: Die Behandlung chronisch traumatisierter Patienten
Einschätzung des traumatisierten Patienten
Die Förderung adaptiven Handelns: Allgemeine Behandlungsprinzipien
Phase 1: Die Überwindung der Phobie hinsichtlich Bindung und Bindungsverlust bezogen auf den Therapeuten
Phase 1: Die Überwindung der Phobie hinsichtlich traumabedingter mentaler Handlungen
Phase 1: Die Überwindung der Phobie hinsichtlich dissoziierter Anteile
Phase 2: Die Überwindung der Phobie hinsichtlich traumatischer Erinnerungen
Phase 3: Integration der Persönlichkeit und Überwindung der Phobien hinsichtlich des normalen Lebens
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Das Leben chronisch traumatisierter Patienten kann ein nie endender Kampf sein. Meist leiden sie unter zahlreichen Symptomen, die oft verschiedenen (Kombinationen von) Komorbiditäten zugeordnet werden; dies kann die Diagnose und Behandlung solcher Probleme stark verkomplizieren und den Therapeuten verwirren. Viele dieser Patienten haben große Probleme mit der Alltagsbewältigung und in ihren Beziehungen, was starke intrapsychische Konflikte und die Nutzung dysfunktionaler Bewältigungsstrategien einschließt. Ihr Leiden ist durch eine entsetzliche und schmerzliche Vergangenheit entstanden, die sie in der Gegenwart weiterhin verfolgt. Selbst wenn sie ihr Leiden hinter einer Fassade der Normalität zu verbergen versuchen - was sehr häufig vorkommt -, sind ihre Therapeuten angesichts ihrer zahlreichen Symptome und ihres starken Schmerzes oft ratlos. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass viele Überlebende chronischer Traumatisierung bereits mehr oder minder erfolglos bei mehreren Therapeuten in Behandlung waren und dass viele von ihnen zu hören bekamen, sie seien nicht behandelbar oder ihr Widerstand gegen eine Behandlung sei zu stark.
In diesem Buch beschreiben wir, was wir im Laufe unserer summierten 65 Praxisjahre bei der Diagnose und Behandlung chronischer traumatisierter Menschen herausgefunden haben. Wir haben unseren Patienten genau zugehört und uns bemüht, ihre komplexen und manchmal verblüffenden inneren Erlebnisse zu verstehen, die sie oft nur schwer und unter großen Ängsten in Worte fassen können. Wir haben auch aus klinischen, theoretischen und wissenschaftlichen Darstellungen gelernt und uns von der reichhaltigen Traumaliteratur des 19. Jahrhunderts und der ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts anregen lassen. Konzepte, die den unterschiedlichsten psychologischen Theorien entstammen, waren uns bei unseren Bemühungen von großem Nutzen, darunter lerntheoretische, systemische, kognitive, affektpsychologische, bindungstheoretische, psychodynamische und der Objektbeziehungstheorie entlehnte. Auch neueste Erkenntnisse der Evolutionspsychologie und der Psychologie, insbesondere aus den Bereichen der affektiven Neurowissenschaft und der psychobiologischen Traumaforschung, waren für uns eine wichtige Inspiration. Alle diese Quellen haben uns zu verstehen geholfen, dass die Essenz des Traumas die
strukturelle Dissoziation der Persönlichkeit
ist.
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"Mit >Das verfolgte Selbst< legen der international bekannte, anerkannte und geschätzte Traumaforscher und Therapeut Onno van der Hart sowie die Psychologen und Forscher Ellert R.S. Nijenhuis und Kathy Steele ein Werk vor, das von Kollegen bereits als Klassiker zum Thema der Dissoziation und dissoziativen Störungen bezeichnet wird. Eigentlich fragt man sich, was nach dem Buch von Frank Putnam >DIS< überhaupt noch zu diesem Thema geschrieben werden kann. Aber hier wird ein neuer Ansatz vorgelegt, der das bisher Erschienene in idealer Weise ergänzt und fortführt. Unterschieden wird hier zwischen ANPs und EPs, anscheinend normal reagierenden Persönlichkeitsanteilen und emotionalen Teilen. Die emotionalen Persönlichkeitsteile überfluten die Patienten mit sogenannten verhementen Emotionen, wie Panik und emotionalem Chaos, und führen zu dysfunktionalen Ersatzhandlungen, die ein reflektierendes Durchdenken und sorgsames Handeln verhindern. Neu ist auch der Ansatz der >Überwindung von Phobien<. Der Phobie hinsichtlich Bindung und Bindungsverlust, traumabezogener mentaler Handlungen, dissoziativer Anteile, traumatischer Erinnerungen und hinsichtlich des normalen Lebens. Großes Gewicht legen die Autoren auf die Steuerung der mentalen Energie und Effizienz, ohne deren Gleichgewicht eine erfolgreiche Traumaexposition und Integration der Persönlichkeitsanteile nicht möglich ist.
Ausführlich, umfassend und in klarer Sprache, dabei wissenschaftlich fundiert, werden die Grundlagen vermittelt und Zusammenhänge dargestellt. Der Schreibstil ist sehr einfühlsam und respektvoll und auch für Nicht-Professionelle gut zu verstehen. Zahlreiche Betroffene haben den Autoren bereits nach Erscheinen der englischsprachigen Ausgabe rückgemeldet, dass sie sich nach jahrelanger Therapie zum ersten Mal verstanden und gehört fühlten." -
Sabine Seip auf
www.media-mania.de
"Das Fachbuch ist sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene gut lesbar. Es enthält lehrbuchartige Passagen mit diagnostischen Kriterien für dissoziative Störungen und formuliert eine Reihe von manualisierten Regeln des Vorgehens im Therapiedialog. Außerdem fokussiert es Knackpunkte der derzeitigen Forschungsdiskussion in Bezug auf klassische Fachautoren wie Kluft, Putnam und Ross und verbindet sich mit diesen oder setzt sich in Relation dazu. Die Stärken des Modells sehe ich neben der wissenschaftlichen integrativen Theorie vor allem im psychoedukativen, psychotraumadiagnostischen und systemisch wie verhaltenstherapeutisch orientierten Therapieansatz.
[...]
Wir freuen uns in der Fachwelt, dieses fundamentale Werk in den Händen zu haben und im Praxisalltag nutzen zu können."
- Trauma & Gewalt
">>Das verfolgte Selbst<< kann sicherlich mit Recht den Anspruch erheben, für die Dissoziation ein Grundlagenwerk darzustellen."
- ZPPM Zeitschrift für Psychotraumatologie, Psychotherapiewissenschaft, Psychologische Medizin
"Fazit: sehr empfehlenswert."
- Deutsches Ärzteblatt
"Seit hundert Jahren beschreiben wir sie, doch was Dissoziation über unseren Geist sagt und wie wir sie behandeln können, das beginnen wir überhaupt erst langsam zu verstehen. Dieses Buch ist eine brillante und gut verständliche Darstellung des wichtigsten Konzepts der zeitgenössischen Psychiatrie und Psychotherapie." -
David Servan-Schreiber
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Onno van der Hart
, Ph. D., ist Professor für die Psychopathologie chronischer Traumatisierung in der Abteilung für klinische Psychologie und psychische Gesundheit der Universität Utrecht in den Niederlanden. Außerdem arbeitet er als Psychologe/Psychotherapeut am Sinai-Center in Amsterdam. Er war Präsident der International Society for Traumatic Stress Studies (ISTSS).
Ellert R. S. Nijenhuis
, Ph. D., ist klinischer Psychologe, Psychotherapeut und Forscher. Er arbeitet mit der Psychiatrischen Klinik in Drenthe in den Niederlanden sowie mit verschiedenen Universitäten zusammen.
Kathy Steele
, MN, CS, ist klinische Leiterin der Metropolitan Counseling Services, eines Zentrums für psychotherapeutische Ausbildung und Behandlung in Atlanta, Georgia.
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"Das Erstaunlichste sei zuerst benannt: Mit höchster Fachlichkeit geschrieben, ist das sehr anspruchsvolle Buch verständlich, erklärend und
klärend, jederzeit empathisch und in sehr vielfältiger Weise hilfreich. Der Leser darf sich über viele >>AHA-Momente<< sicher sein. Mit einem Lächeln möchte ich sagen: Vorsicht, es besteht Veränderungsgefahr. [...]
Dieses Buch gehört meiner Ansicht nach in den Bücherschrank eines Jeden,
der traumatisierte Menschen professionell begleitet. Für Klienten ist das
Buch sicherlich eine Hilfe sich selbst besser zu verstehen und um sich
möglicherweise auf den Weg zur (nochmaligen) spezialisierten therapeutischen Hilfe zu begeben. Das Buch ist für mich in mehrfacher
Hinsicht eine positive Heraus-FORDERUNG."
- Frank Baßfeld
"Für Betroffene, die am Anfang einer Therapie stehen wird dieses Buch sicherlich nicht geeignet sein. Aber für Betroffene, die schon in Therapie sind wird es sicherlich eine Hilfe sein sich selbst besser zu verstehen und um sich möglicherweise auf den Weg machen eine spezalisierte Therapie in Anspruch zu nehmen. Was in der heutigen Zeit sicherlich sehr schwierig ist. Dieses Buch gehört zu jeden TherapeutenIn im Bücherschrank der mit traumatisierten Menschen arbeitet. Das Buch ist eine große Herausforderung an alle die mit traumatisierten Menschen arbeiten. Wir selbst als Betroffene die viele Jahre (17) Therapie hatten, fanden dieses Buch eine positive Herausforderung für uns selbst. Danke für dieses Buch."
- Sonja Kleimann-Ulke
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