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Berne, Eric
Grundlagen der Gruppenbehandlung
Gedanken zur Gruppentherapie & Interventionstechniken
Originaltitel:
Principles of Group Treatment
1. Auflage, 2005.05.19
320 Seiten, Kartoniert
Format: 17.0 x 24.0cm
ISBN: 3-87387-424-5
ISBN 13: 978-3-87387-424-4
29,90 EUR
Endlich liegt "Bernes bestes Buch" (Leonhard Schlegel) auf deutsch vor. Seine wesentlichen Gedanken zur Gruppentherapie, seine grundlegenden Interventionstechniken und seine metapsychologischen Reflexionen, zum Beispiel über das "Selbst", sind damit der deutschsprachigen Leserschaft zugänglich. Zudem ist dieses Buch das gedankliche Verbindungsstück zwischen Die Transaktionsanalyse in der Psychotherapie und Bernes letztem, posthum erschienenen Buch
Was sagen Sie, nachdem Sie guten Tag gesagt haben?
, das er seiner Skripttheorie widmet und in dem er manche metapsychologischen Reflexionen differenziert fortsetzt. Grundlagen der Gruppenbehandlung beruht auf einer über 20-jährigen Erfahrung des Autors mit Gruppentherapie in den unterschiedlichsten Settings sowie mit Supervision, Beratung, Ausbildung und Beobachtung anderer Gruppentherapeuten in Anstalten und Kliniken, in privaten, öffentlichen und staatlichen Beratungsstellen und in privater Praxis.
Fundamentale Grundlagen
Allgemeine Überlegungen
Den Boden bereiten
Die ersten drei Minuten
Die Verantwortung des Therapeuten
Behandlungsmethoden
Gruppendynamik
Lehren
Forschen und Schreiben
Die Literatur über Gruppenbehandlung
Transaktionsanalyse
Allgemeine Grundlagen
Grundlegende Techniken
Die transaktionale Persönlichkeitstheorie
Das Verhältnis der Transaktionsanalyse zu anderen Behandlungsformen
Spiele im Therapiezimmer
Diagnostische Kategorien
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Gedanken zum Buch
- von Leonhard Schlegel (Ausschnitt)
Ich freue mich sehr, dass das beste und für Psychotherapeuten eindrücklichste und wertvollste Buch von Eric Berne, dem Begründer der Transaktionsanalyse, nun auf Deutsch vorliegt. Es ist nicht ein populär geschriebenes Buch wie die bekannten Spiele der Erwachsenen, sondern ein wissenschaftlich geschriebenes Buch für Fachleute. Deutlich werden theoretische Überlegungen und praktische Erfahrungen unterschieden. Wer als Psychologe oder Psychiater etwas über Transaktionsanalyse wissen und urteilen will, muss dieses Werk gelesen haben, nicht nur wer sich für Gruppentherapie interessiert. Da es systematisch aufgebaut und klar und verständlich geschrieben ist, wird ihm dies auch leicht fallen. Berne spricht im Buch allerdings von Gruppenbehandlung und nicht von Gruppentherapie. Den Begriff "Gruppentherapie" reserviert er für die ersten Experimente der Psychoanalytiker mit Gruppen Mitte der vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Da die klassische Psychoanalyse ausgesprochen auf eine Zweipersonenkonstellation ausgerichtet ist, musste zuerst untersucht werden, ob die Arbeit mit und in Gruppen mit psychoanalytischen Vorstellungen überhaupt möglich ist. Berne hat diese Versuche mitgemacht und stimmt mit den Vertretern der klassischen Psychoanalyse durchaus überein, dass eine psychoanalytische Gruppentherapie ein Notbehelf ist, da sich die Psychoanalyse nicht ohne weiteres auf eine Gruppe übertragen lasse. Die Transaktionsanalyse ist die Lösung, die Berne stattdessen für die Therapie in einer Gruppe vorschlägt. Zudem sei sie mit geringerem Aufwand erlernbar als eine klassische Psychoanalyse. Immerhin ist nach Berne auch für einen transaktionsanalytischen Gruppentherapeuten eine psychoanalytische Vorbildung empfehlenswert.
Das vorliegende Buch ist eine gute Einführung in die Gruppentherapie - oder eben: in die Gruppenbehandlung - und gibt auch viele Anregungen für Gruppentherapeuten, die sich nicht der Transaktionsanalyse verschrieben haben oder verschreiben wollen. Immer wenn ich das Buch aufschlage und einige Abschnitte darin lese, stoße ich auf wertvolle psychologische Erkenntnisse, ja Weisheiten, die durchaus nicht an die Transaktionsanalyse gebunden sind, z.B. die Feststellung von Berne: Wenn ein Gruppentherapeut seine Gruppe in diesem Jahr "gerade so führt wie im vergangenen Jahr, hat er offensichtlich nichts dazugelernt und ist ein bloßer Techniker!" (S. 70) - oder: "Explizite Regeln (für die Teilnehmer einer therapeutischen Grupppe) sollten auf ein Minimum reduziert werden. Jede einzelne Regel ist für ein Drittel der Patienten unnötig, für ein anderes Drittel eine Gelegenheit, sich aufs Schmeicheln zu verlegen, und für das verbleibende Drittel eine Herausforderung." (S. 80)
Ich wünsche dem Buch eine weite Verbreitung unter Fachleuten und an Psychotherapie Interessierten. Sie können dann davon Kenntnis nehmen, dass es ein Verfahren gibt, das kognitive Therapie und analytisch-tiefenpsychologische Therapie nicht als unvereinbar auffasst, sondern erfolgreich als sich ergänzende Methoden praktiziert.
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Es ist ratsam, mindestens eine - und wenn angezeigt mehrere - vorbereitende Einzelsitzung mit jedem Patienten zu vereinbaren, bevor er in die Gruppe kommt. In dieser Sitzung kann der Therapeut die Geschichte des Patienten erfahren, Patient und Therapeut haben die Gelegenheit, einander zu beäugen, und die therapeutischen Ziele und andere relevante Dinge können erörtert und beschlossen werden. Wenn der Therapeut meint, dass in einer bestimmten Situation Gruppenbehandlung die Methode der Wahl sei, sollte eine Übereinkunft getroffen werden, dass Therapeut und Patient immer dann ein Einzelgespräch vorschlagen können, wenn sie den Eindruck haben, dies sei angezeigt. Auf alle Fälle ist es für die meisten Patienten, deren Behandlung hauptsächlich in einer Gruppe stattfindet, in der Regel eine gute Sache, alle acht bis zehn Wochen ein Einzelgespräch zu führen. In manchen Fällen unterstützt die Gruppenbehandlung die Einzeltherapie, zum Beispiel wenn der Patient in einem bestimmten Stadium der psychoanalytischen Therapie in eine Gruppe geht.
Manchmal wird ein Patient zu einem Gruppentherapeuten überwiesen, während er die Einzelbehandlung bei jemand anderem fortsetzt. Wenn der Gruppentherapeut sich über seine Ziele klar ist, muss das keine Komplikationen hervorrufen, und es muss nicht einmal zu längeren Diskussionen mit dem überweisenden Arzt kommen, vorausgesetzt es gibt zu Beginn eine gute Verständigung zwischen den beiden. Die so gesparten Mittagspausen können gewinnbringend damit verbracht werden, Anthropologen, Schiffskapitänen, Endokrinologen, Neurochirurgen und anderen Tischgenossen zuzuhören, die für einen Psychotherapeuten Lehrreiches zu erzählen haben. Die ersten beiden werden ihn in Gruppendynamik weiterbilden, und die anderen werden seine Kenntnisse in Psychopathologie vermehren.
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"Bernes bestes Buch." -
Leonhard Schlegel
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Eric Berne
(1910-1970) gehört zu den prägenden Persönlichkeiten der modernen Psychotherapie und ist Begründer der inzwischen von zahlreichen ehemaligen Mitarbeitern weiterentwickelten und auch im deutschsprachigen Raum sehr populär gewordenen Transaktionsanalyse (TA).
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Berne, Eric
Transaktionsanalyse der Intuition
Ein Beitrag zur Ich-Psychologie
ISBN: 3-87387-003-7
22,00 EUR
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