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Blickhan, Daniela
Nerv nicht so, Mama!
Wie Eltern sich und ihren Kindern mit NLP helfen können

1. Auflage, 2003.04.09
128 Seiten, Kartoniert
Format: 14.0 x 21.5cm
ISBN: 3-87387-530-6
ISBN 13: 978-3-87387-530-2

9,80 EUR
Jedes Kind ist einzigartig und erlebt die Welt auf seine eigene, ganz persönliche Weise. Diese Erfahrungen wirken sich direkt auf sein Verhalten aus. Das Kind trifft - meist unbewußt - in jeder Situation die subjektiv beste Wahl, die ihm zur Verfügung steht. Ein Kind, das sich in den Augen der Umwelt "falsch" verhält, tut dies nicht etwa aus böser Absicht oder weil es etwas Schlechtes will, sondern weil ihm in dieser Situation keine anderen Verhaltensmöglichkeiten offen stehen. Die Autorin zeigt in diesem Buch, wie Eltern mit Hilfe von NLP in offenen und positiven Kontakt mit ihren Kindern treten können, festgefahrene Vorstellungen auflösen und alte Denkmuster verändern können, um so den Rahmen des täglichen Zusammenlebens in der Familie einfacher, streßfreier und positiver zu gestalten. Wenn es Eltern gelingt, mit problematischen Situationen konstruktiv umzugehen, können Eltern und Kinder gemeinsam wachsen. Auf dieser Basis können Eltern ihre Kinder in ihrer ganz persönlichen Entwicklung unterstützen, statt sie nur nach ihren Vorstellungen zu formen. Das Buch ist ein Nachdruck der 1997 bei Herder erschienenen Ausgabe.



Inhalt

Jedes Kind ist einzigartig
Kinder brauchen Entwicklungsraum
Ziele setzen statt Probleme abschaffen
Probleme als Chance zum Umdenken
Wie sag ich es meinem Kinde ...?
Stressbewältigung im Alltag
Auch Eltern waren einmal Kinder

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Leseprobe

Kinder haben ein unerschöpfliches Potential an Energie und Lebenskraft in sich. Die Eltern müssen ihren Kindern hier nichts beibringen, denn Kinder entwickeln sich ganz von selbst. Uns Menschen ist die Fähigkeit angeboren, uns immer weiterzuentwickeln. Bei Kindern wird dies besonders deutlich sichtbar. Denken Sie zum Beispiel an ein Kind, das gerade laufen lernt. Als Erwachsene müssen wir seine Ausdauer und Energie einfach bewundern. Das Kind steht auf, schwankend zwar, doch es steht. Dann macht es einen vorsichtigen Schritt - und fällt um, weil es das Gleichgewicht verloren hat. Wie viele solcher Versuche würden wir Erwachsene machen, bevor wir müde werden oder erst einmal aufhören wollten? Kinder sind hier wirklich unermüdlich. Der kleine Junge, der laufen lernt, fällt unzählige Male hin und rappelt sich doch sofort wieder auf, um es gleich noch einmal zu probieren. Vielleicht klappt es ja diesmal, und er bleibt auf seinen wackeligen Beinen stehen? Und wenn es dann geschafft ist, leuchten die Augen, denn das Kind "weiß", daß das ganz und gar sein eigener Erfolg ist, den es jetzt erlebt. Vielleicht haben Sie ja einmal zugesehen, wie einem Kind die ersten paar Schritte gelungen sind - diesen Gesichtsausdruck von Freude und Stolz vergißt man nicht so schnell wieder.

Die Energie selbst und der Wunsch nach Weiterentwicklung ist in den Kindern bereits von Geburt an da. Das Laufen oder Sprechen zum Beispiel muß man keinem Kind beibringen, denn der Antrieb zu diesen und anderen ungeheuren Entwicklungsschritten liegt ausschließlich im Kind selbst. Auf diesem Hintergrund lohnt es sich, das Thema "Wie fördere ich mein Kind optimal?" noch einmal zu überdenken. Eltern können ihren Kindern Schritt für Schritt dabei helfen, daß sie lernen, ihre eigene, natürliche Energie zu kanalisieren und sinnvoll einzusetzen.

Der Begriff "Förderung" wird oft auch mißverstanden. Natürlich gibt es Bedingungen, die aktive Unterstützung von außen verlangen, etwa Behinderungen oder Entwicklungsverzögerungen bei Kindern, die auf verschiedensten Ursachen beruhen können. Frühzeitige Förderung ist hier unerläßlich. Doch auch dabei ist "Hilfe zur Selbsthilfe" wesentlich sinnvoller und wirksamer als eine "Förderung", die das Kind zum passiven Empfänger abstempelt. Am besten sagt das die berühmte Pädagogin Maria Montessori mit ihrem Grundsatz "Hilf mir, es selbst zu tun". In Montessori-Kindergärten werden behinderte Kinder ganz selbstverständlich in die Gruppe integriert. Dieser Umgang mit "Behinderung" ist beispielhaft.
In unserem Kulturkreis werden viele gesunde Kinder oft schlicht und einfach überfordert. Es gibt bereits Kindergartenkinder mit Terminkalender, die ihre Zeit zum Spiel buchstäblich planen müssen. Wenn Eltern ihren Kindern erlauben, sich aus sich selbst heraus zu entwickeln, weil sie auf deren inneres Potential vertrauen, werden sie ihnen die Freiräume zugestehen können, die die Kinder zu ihrer gesunden Entwicklung brauchen.

Zurück zu unserem Beispiel vom Laufenlernen. Was bedeutet in diesem Zusammenhang, daß wir dem Kind die notwendigen Bedingungen und Freiräume schaffen? Das beginnt ganz konkret bei körperlichen Faktoren: Wir sind verantwortlich für die gesunde Ernährung des Kindes, so daß sein Körper kräftig ist. (Vernachlässigte und unterernährte Kinder lernen das Laufen erst wesentlich später.) Dann sorgen wir für eine sichere äußere Umgebung, festen Boden und "freie Bahn" zum Üben. Vielleicht will das Kind anfangs auch unsere stützende Hand. Damit nähern wir uns den psychologischen Bedingungen, die eine mindestens ebenso große Rolle spielen wie die physikalischen - obwohl es um so etwas "Greifbares" geht wie das Laufen. Als wichtigste psychologische Bedingung ist hier die Sicherheit zu nennen. Nur ein Kind, das sich sicher fühlt und Vertrauen in seine Umwelt entwickelt hat, wird zunächst Kontakt suchen und möglichst nahe bei seinen Bezugspersonen bleiben. Mit Anerkennung, Ermutigung und Bestätigung bereiten wir dem Kind auch in dieser Hinsicht den Boden für die ersten Schritte.

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Autoren Information

Daniela Blickhan, Diplom-Psychologin und Mutter von zwei Kindern, lebt in Rosenheim. Sie ist seit 1990 NLP-Lehrtrainerin und leitet zusammen mit ihrem Mann Claus Blickhan das INNTAL INSTITUT für NLP. Dort bietet sie seit Jahren NLP-Fortbildungen an, zum Beipiel auch das Seminar zum Buch
"Persönlichkeits-Panorama". Mehr dazu unter www.inntal-institut.de.

Ihre NLP-Ausbildung absolvierte sie u.a. bei Robert Dilts, Thies Stahl, Maryann und Edward Reese. Zusätzliche Fortbildungen in Gestalt- und Gesprächstherapie, körperorientierter Psychotherapie und Yoga. Sie ist Autorin mehrerer Bücher.

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Blickhan, Daniela
Mit Kindern wachsen
NLP im Alltag

ISBN: 3-87387-142-4

22,00 EUR
Wartenweiler, Frank
Provozieren erwünscht - aber bitte mit Feingefühl!
"Provocative Therapy" in der Arbeit mit Eltern und Kindern

ISBN: 3-87387-532-2

5,00 EUR

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