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Young, Jeffrey E.;Klosko, Janet S.
Sein Leben neu erfinden
Wie Sie Lebensfallen meistern
Originaltitel: Reinventing your life

2. Auflage, 2009.09.09
416 Seiten, Kartoniert
Format: 17.0 x 24.0cm
ISBN: 3-87387-619-1
ISBN 13: 978-3-87387-619-4

28,00 EUR
Unbefriedigende Beziehungen, ein unbegründeter Mangel an Selbstachtung, das Gefühl, ein unerfülltes Leben zu führen - alle diese Probleme kann man lösen, indem man die Botschaften verändert, die man verinnerlicht hat. Dieses Buch zeigt Ihnen, wie Sie den Teufelskreis selbstschädigender Verhaltensmuster, im vorliegenden Buch "Lebensfallen" genannt, durchbrechen können. Die renommierten Psychotherapeuten Jeffrey E. Young und Janet S. Klosko nutzen die neuesten Erkenntnisse der kognitiven Therapie, um Ihnen beim Erkennen und Verändern negativer Denkmuster zu helfen. Sie ersparen Ihnen damit eine langwierige traditionelle Therapie oder die Einnahme von Medikamenten. Die Autoren beschreiben elf der häufigsten "Lebensfallen", bieten für jede von diesen einen diagnostischen Test an und helfen Ihnen durch detaillierte Empfehlungen, sich aus diesen Fallen zu befreien.



Inhalt

Vorwort von Prof. Dr. Heinrich Berbalk
Vorwort von Aaron Beck, M.D.

Welche Lebensfallen sind bei Ihnen wirksam?
Lebensfallen verstehen
Sich-Ergeben, Flucht und Gegenangriff
Wie sich Lebensfallen verändern lassen
>>Bitte, verlaß mich nicht!<<: Die Lebensfalle Verlassenheit
>>Ich kann dir nicht vertrauen<<: Die Lebensfalle Mißtrauen und Mißbrauch
>>Ich werde nie die Liebe bekommen, die ich brauche<<: Die Lebensfalle Emotionale Entbehrung
>>Ich passe nicht hinein<<: Die Lebensfalle Soziale Isolation
>>Ich kann es allein nicht schaffen<<: Die Lebensfalle Abhängigkeit
>>Die Katastrophe steht kurz bevor<<: Die Lebensfalle Verletzbarkeit
>>Ich bin wertlos<<: Die Lebensfalle Unzulänglichkeit
>>Ich fühle mich wie ein völliger Versager<<: Die Lebensfalle Versagen
>>Ich mache es immer so, wie du es dir wünscht!<<: Die Lebensfalle Unterwerfung
>>Es ist nie wirklich gut genug<<: Die Lebensfalle Überhöhte Standards
>>Ich kann alles bekommen, was ich will<<: Die Lebensfalle Anspruchshaltung
Eine Philosophie der Veränderung

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Vorwort

Aus dem Vorwort von Prof. Dr. Heinrich Berbalk

>>Reinventing Your Life<<, so der Originaltitel des vorliegenden Buches, ist in viele Sprachen übersetzt worden und nun zur Freude vieler Psychotherapeuten, die Schematherapie kennen und schematherapeutisch arbeiten, auch für das deutschsprachige Publikum erreichbar. Diese Publikation unterstützt damit auch mein stetes Engagement, die sehr wirkungsvolle Schematherapie mittels Vorträgen und Workshops an vielen Orten in Deutschland bekannt zu machen.

Das große Interesse an dieser neuen, auch aus der bekannten Kognitiven Therapie hervorgegangenen Psychotherapie ist sicher dadurch mit-begründet, dass Jeffrey Young als deren Begründer die meisten der für psychologische Änderung erfolgreichen Ideen und Vorgehensweisen in der Schematherapie integriert und sie mit weiteren Ideen und Methoden vollendet hat. Die Leserin, der Leser können sich auf eine Lektüre freuen, die kompetenter nicht hätte abgefasst werden können.
Einen >>Wunden Punkt<<, ein schmerzliches Thema feststellen, es benennen, im Alltag beobachten und den hinderlichen Charakter dieses Themas zu erkennen, ist der Start zu einer Wende im Leben (>>Wunder Punkt<< wird in diesem Buch übrigens als >>Lebensfalle<< und in der Schematherapie als >>Hinderliches Schema<< bezeichnet).

>>Sein Leben neu erfinden<< ist ein wunderbares Buch. Jeffrey Young und Janet Klosko zeigen uns den Weg von negativer Selbstbewertung zum Verständnis, wie wir so geworden sind wie wir sind: Wunde Punkte haben sich entwickelt, weil wir schmerzliche Erlebnisse in unserer Entwicklung hatten, vor denen wir uns, so gut es eben ging, zu schützen versuchten. Dieser Schutz und damit die Wunden Punkte selbst waren zum Leben notwendig. Die Wunden Punkte werden jedoch zur Lebensfalle oder zum Hinderlichen Schema, wenn die Person und die Umgebung sich verändern: das Kind wird erwachsen und unabhängig, die Person erlebt sich dennoch unvollkommen und bedroht wie als Kind ... Umgebungen verlieren Bedrohungen und eröffnen neue Möglichkeiten, sie werden aber weiterhin als gefährlich und einschränkend erlebt. Die Wunden Punkte und der Umgang mit ihnen haben uns gelehrt, was man tun kann, um relativ unbeschadet zu leben.

Aus dem Vorwort von Aaron Beck
Ich freue mich sehr, daß Jeffrey Young und Janet Klosko sich mit der schwierigen Problematik der Persönlichkeitsstörungen auseinandergesetzt und dabei die Techniken und Prinzipien der kognitiven Therapie genutzt haben. Sie haben hochwirksame Werkzeuge zur Veränderung von Beziehungen und beruflichen Situationen entwickelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und so Pionierarbeit geleistet.

Sein Leben neu erfinden beschreibt elf chronische selbstschädigende Persönlichkeitsmuster, die Lebensfallen. Einer der Vorzüge dieses Buches ist, daß es komplizierte Sachverhalte sehr einfach und verständlich beschreibt. Leser werden sofort verstehen, was Lebensfallen sind, und schnell die bei ihnen selbst bestehenden Lebensfallen erkennen. Die vielen Fallbeispiele aus der klinischen Praxis erleichtern es dem Leser, sich darüber klar zu werden, was die verschiedenen Lebensfallen für ihn persönlich bedeuten. Und was die Herbeiführung von Veränderungen angeht, haben sich die im Buch beschriebenen Techniken als hochwirksam erwiesen. Der Ansatz der Autoren ist integrativ: Er basiert auf kognitiven, behavioralen, psychoanalytischen und experientiellen (erlebensbasierten) Therapien, wobei der praktische, problemlösungsorientierte Fokus der kognitiven Therapie im Mittelpunkt steht.
Sein Leben neu erfinden beschreibt, wie wir unsere schmerzlichsten Probleme, unter denen wir unser ganzes bisheriges Leben lang leiden, überwinden können. Das Buch spiegelt die ungeheure Sensibilität, das Mitgefühl und den klinischen Scharfblick seiner beiden Autoren.

Aus dem Vorwort der Autoren
Warum noch ein Selbsthilfebuch?
Sein Leben neu erfinden füllt unter den zur Zeit verfügbaren Anleitungen eine Lücke. Obwohl es mindestens ebensoviele ausgezeichnete Selbsthilfebücher wie ausgezeichnete Therapieansätze gibt, ist der Wirkungsbereich der meisten dieser Fibeln sehr begrenzt. Manche befassen sich nur mit einem bestimmten Problem, beispielsweise mit Co-Abhängigkeit, Depression, Mangel an Selbstsicherheit oder einer unglücklichen Partnerwahl. Einige behandeln zahlreiche Probleme, nutzen aber nur ein einziges Mittel zur Veränderung, etwa die Arbeit mit dem inneren Kind, Paarübungen oder Methoden der kognitiven Verhaltenstherapie. Andere Bücher wirken sehr inspirierend und beschreiben ein universelles Problem wie Verlust äußerst anschaulich, bieten aber so vage Lösungen an, daß man nach der Lektüre des Buches immer noch nicht weiß, wie eine Veränderung eintreten soll.
Sein Leben neu erfinden stellt eine neue Therapie vor, die Ihnen hilft, wichtige Lebensmuster zu verändern. Sie lernen, selbst an elf der größten Probleme zu arbeiten, die in unserer psychotherapeutischen Praxis täglich auftauchen. Um Ihnen einen Weg zur Überwindung dieser Lebensfallen zu weisen, kombinieren wir Techniken, die von verschiedenen Therapieansätzen entwickelt wurden. Das Resultat, das im Buch erläutert wird, beinhaltet eine wesentlich tiefergreifende und umfassendere Möglichkeit der Lösung vieler langwieriger Probleme, als die meisten bisherigen Bücher dieser Art zu bieten hatten.

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Leseprobe

Die Ursprünge der Lebensfalle Verlassenheit

Wenn wir uns mit dem Ursprung von Lebensfallen beschäftigen, konzentrieren wir uns auf Aspekte der Umgebung, in der das betreffende Kind gelebt hat. Wir wissen einiges darüber, welche Aspekte dysfunktionaler familiärer Umgebungen - beispielsweise Mißbrauch bzw. Mißhandlung, Vernachlässigung und Alkoholismus - die Entwicklung individueller Lebensfallen offenbar fördern. Dem genetischen Einfluß messen wir unter anderem deshalb geringere Bedeutung bei, weil bisher kaum gesicherte wissenschaftliche Erkenntnisse darüber existieren, wie sich biologische Aspekte auf die Herausbildung unserer Persönlichkeitsmuster auswirken. Wir nehmen an, daß sich die Genetik auf das Temperament auswirkt, das wiederum einen Einfluß darauf hat, wie wir als Kinder von Erwachsenen behandelt werden und wie wir auf diese Art der Behandlung reagieren. Doch haben wir kaum Möglichkeiten, auch nur einigermaßen zuverlässig festzustellen, wie das Temperament eines Kindes sich auf die Entwicklung bestimmter Lebensfallen bei ihm auswirkt.

Allerdings bildet die Lebensfalle Verlassenheit eine Ausnahme zu dieser generellen Regel. Säuglingsforscher haben festgestellt, daß manche Babys auf Trennungserlebnisse wesentlich intensiver reagieren als andere. Demnach scheinen einige Menschen biologisch zur Entwicklung der Lebensfalle Verlassenheit prädisponiert zu sein.
Die Art, wie wir auf die Trennung von einem Menschen, der sich um unser Wohl kümmert, reagieren, ist offenbar zumindest teilweise angeboren. Trennungen von der Mutter haben auf ein neugeborenes Kind einen starken Einfluß. In der gesamten Welt der Säugetiere hängt das Überleben der Jungen ganz und gar von ihren Müttern ab, und wenn ein Säugetierjunges seine Mutter verliert, stirbt es gewöhnlich. Säuglinge bringen die Anlage mit auf die Welt, sich so zu verhalten, daß Trennungen von ihrer Mutter möglichst schnell beendet werden. Im Fall einer Trennung weinen sie und zeigen auf andere Weise, daß sie unter der Situation leiden. Sie >>protestieren<<, wie John Bowlby es in seinem klassischen Werk Trennung formuliert hat.
Bowlby hat sich in seinen Schriften mit Säuglingen und Kleinkindern beschäftigt, die zeitweise von ihren Müttern getrennt waren. Die Babys wurden zusammen mit anderen Kindern in Heimen betreut. Bei der Beobachtung dieser Kinder stellte sich heraus, daß der Trennungsprozeß in drei Phasen verläuft; dies galt generell für alle beobachteten Babys.

Zunächst >>protestieren<< die Babys, wie bereits erwähnt wurde, und zeigten starke Angst. Sie suchten nach ihren Müttern. Wenn jemand anders sie zu trösten versuchte, gelang dies nicht. Phasenweise blitzte bei ihnen Wut auf die Mutter auf. Doch wenn die Mutter nach einer gewissen Zeit immer noch nicht wieder aufgetaucht war, wurde das Verhalten der Kinder allmählich resignativ, und eine Phase der Depression begann, in der sie sich apathisch verhielten und in sich gekehrt wirkten. Auf Bemühungen des Betreuungspersonals, emotionalen Kontakt zu ihnen herzustellen, reagieren sie indifferent. Verging jedoch genügend Zeit, endete dieser Zustand der Depression, und die Babys entwickelten neue Bindungen.
Kehrte die Mutter dann zurück, trat das Baby in die dritte Phase, die der Distanzierung, ein. Es nahm zu seiner Mutter keinen Kontakt auf, näherte sich ihr nicht und zeigte ihr gegenüber kein Interesse. Nach einer Weile nahm die Distanziertheit des Kindes jedoch ab, und die Bindung zur Mutter wurde wiederhergestellt. Auch nach der akuten Bewältigung eines solchen Erlebnisses neigte das betreffende Baby zur Ängstlichkeit und zum Ausdruck starker Anhänglichkeit, sobald die Mutter außer Sicht war - es hatte der Mutter gegenüber eine, wie Bowlby es nannte, >>ängstliche Bindung<< entwickelt.

Nach Bowlby ist diese Aufeinanderfolge von Phasen der Angst, Verzweiflung und Distanzierung ein universelles Muster: So reagieren alle kleinen Kinder auf Trennungen von ihrer Mutter. Außerdem ist diese Reaktionsweise nicht nur bei menschlichen Säuglingen, sondern bei allen Säugetieren zu beobachten. Daß dieses Verhalten so universell ist, legt die Vermutung nahe, daß eine entsprechende biologische Anlage existiert.

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Pressestimmen

"Wenn Sie ständig Angst haben, verlassen zu werden, wenn Sie sich als Versager fühlen, wenn Sie niemandem vertrauen können, dann sind Sie vielleicht in Ihrer eigenen Falle gefangen. In diesem Ratgeber lernen Sie die elf größten Lebensfallen kennen, von Abhängigkeit bis zu Versagen und erfahren, wie Sie sich daraus befreien können." - Wiener Journal

"Ein Lebenshilfebuch im besten Sinne des Wortes!" - www.zeitzuleben.de

"Young und Klosko haben Pionierarbeit geleistet, indem sie Werkzeuge entwickelt haben, um signifikante Veränderungen in Beziehungen und im beruflichen Bereich herbeizuführen. Das Buch spiegelt die ungeheure Sensibilität, das Mitgefühl und den klinischen Scharfblick seiner Autoren wider." - Aaron Beck

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Autoren Information

Jeffrey E. Young, Ph.D., ist Mitglied der Fakultät der Psychiatrischen Abteilung der Columbia University. Er ist Gründer und Leiter des Cognitive Therapy Center in New York und Connecticut und des Schema Therapy Institute in New York City.

Janet S. Klosko, Ph.D., ist Co-Direktorin des Cognitive Therapy Center von Long Island in New York, Senior Psychologist am Schema Therapy Institute und am Woodstock Women's Health.

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Greenberger, Dennis;Padesky, Christine A.
Gedanken verändern Gefühle
Fertigkeiten, um Stimmungen, Verhalten und Beziehungen grundlegend zu verbessern

ISBN: 3-87387-680-9

24,90 EUR

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