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Renz, Monika
Erlösung aus Prägung
Botschaft und Leben Jesu als Überwindung menschlicher Angst
1. Auflage, 2009.10.30
336 Seiten, Kartoniert
Format: 17.0 x 24.0cm
ISBN: 3-87387-708-2
ISBN 13: 978-3-87387-708-5
26,90 EUR
Macht oder Liebe und Bezogensein, Haben oder Sein, Angst oder Vertrauen sind alternative Existenzweisen des Menschen. In ersterem ist der Mensch geprägt, im zweiten ist er von den Schatten dieser Prägung befreit, also erlöst. Dieses Buch handelt von solchem Erlösungsgeschehen. Erlösung und Heil-Sein sind etwas kategorial anderes als Gesund-Sein und auch inmitten von Krankheit möglich - Gnade. Das Buch geht von Erfahrungen heutiger Menschen aus. In der hier dargelegten Schau des Neuen Testamentes wird Befreiung aus Prägung zum Schlüssel für ein neues Verständnis zentraler Intentionen Jesu. Fundiert und menschennah. Erlösung mündet in neue Identität und Liebesfähigkeit. "Ein eindrücklicher Einweihungsweg." -
Prof. Dr. Max Küchler,
Bibeltheologie und Exegese "Ein Werk mit genialen Zügen." -
Prof. Dr. Roman Siebenrock,
Dogmatik "Eine Pionierarbeit, spannend zu lesen." -
Prof. Dr. med. Thomas Cerny,
Onkologie
"Erlösung" - ein Fremdwort, ein Abenteuer, ein Hoffnungswort
Einleitung
Was letztlich heilt, was erlöst?
Eine Studie an der Psychoonkologie des Kantonsspitals St. Gallen
Prägung und Erlösung sind sowohl inhaltiches wie energetisches Geschehen
TEIL I: DER ERLÖSUNGSBEDÜRFTIGE MENSCH
Urprägung Mensch: Mensch sein heißt geprägt sein
Aus ontologischer Perspektive: Mensch werden zwischen zweierlei Welten
Die Perspektive von Evolution und Bewusstseinsentwicklung: Aller Anfang ist Übergang
Die entwicklungspsychologische Perspektive: Sozialisation beginnt im Mutterleib und hat mir intrauterinem Hören zu tun
Die kulturanthropologische Perspektive: der im Kulturspezifischen seiner Prägung erlösungsbedürftige Mensch
Die Perspektive von Tiefenpsychologie und Psychotherapie: Sich dem Unverstehbaren fühlend zuwenden
Zum Erfahrungsort von Erlösung. Eine Anfrage an die Theologie
Sünde als Dynamismus der Sonderung
Mensch sein heißt angewiesen zu sein
Die Unfähigkeit loszulassen: Beobachtungen und Zahlen
Fünf Zustände des In-der-Welt-Seins
Was ist des Menschen Mitte? Erläuterungen zu den fünf Zuständen
Sein, Angeschlossensein, Fließen
Bewegt-Sein, Berührt-Sein, Intensität
Haben, Festhalten und Begehren
Loslassen und Weichwerden
Gesonderter ("sündiger") Zustand: Im Ich zentriert, verhärtet, eingeschlossen
Missverstandener Sündenbegriff oder: Prägung ist etwas anderes als Schuld
Primäres Schuldgefühl und Bewältigungsmuster Schuld
Neurotische Schuldgefühle und Abgrenzungen davon
Die Ebene der Prägung liegt tiefer als die Ebene der Schuld
Vom Dynamismus der Sonderung bis hin zur Schuld
Tabu-Thema-Schuld
Umso mehr wird projiziert: Sündenböcke
Was ist so schwer im Fühlen von Schuld?
Schuld ist nicht Privatsache und wiegt darum so schwer
Schuldeinsicht befreit
Urangst und die drei Gesichter einer Urprägung
Urangst und Urprojektion: Was ist das?
Und was haben sie mit Gott zu tun?
Aus Urangst und Ursehnsucht werden Bewältigungsmuster
Angststruktur: Der Mensch im Banne seiner Urangst
Begehrensstruktur und die Frage: Haben oder Sein?
Der inmitten eigenen Begehrens unglückliche Mensch
Mangelprägung und Genussprägung
Machtstruktur als Frage: Gewalt oder Beziehung, Macht oder Liebe?
Das Phänomen erkennen
Macht fasziniert und verblendet - die Gefahr der Inflation
Der hintergründige Dynamismus - die Frage nach dem Bösen
Was brauchen machtgeprägte Menschen?
Der Beitrag des Menschen, der seinerseits Gnade ist
"Umkehr" als Bereitschaft und Gnade
Bewusstes Fühlen
Aufstehen aus Unmündigkeit, Opferdasein, Angst
Der Wille zur Verzeihung
Ja oder Nein: das Nadelöhr des Loslassens
Der Wille zur Hoffnung
Liebe heilt, aber wie wird Liebe möglich?
Das therapeutische Dritte: der Liebesüberschuss gelingt über das "Dreieck"
Menschen brauchen Menschen
Familie Pfister
Sinnlose Liebe - sinnloses Leiden?
TEIL II: ERLÖSUNG AUS PRÄGUNG - BEFRAGT BEZÜGLICH DER CHRISTLICHEN RELIGION
Der Vater als das Dritte auch für Jesus
Fragestellung: Was befähigt den Menschen, heilend zu wirken?
Synoptische Evangelien: Jesus ist in die Beziehung zum Vater immer bewusster hineingewachsen
Gedanken zu Jesu Kindheit und seiner Mutter und was dies über seine Urprägung aussagen kann
Taufe: die sich ereignende Himmelsstimme
Versuchungsgeschichte gedeutet als Prüfstein der Initiation
Johannesevangelium: Die Beziehung zum Vater ist bleibender Hintergrund von Jesu Wirken. Seit jeher und für alle Zeit
Der Vater als der Dritte ermöglicht Jesu Sendung und Liebe
Jesu Wurzeln im Erlösungsdenken des Alten Testaments - Gott als das Dritte
Botschaft Jesu: Vermag sie aus der menschlichen Angst-, Begehrens und Machtstruktur zu erlösen?
Antwort auf die Urprägung Mensch und den Dynamismus der Sonderung: der Vater als Mitte
Antwort auf Urangst und Urprojektion: "Mit Gott ist es wie mit einem Vater!"
Basileia - Himmelreich als Seins-Wirklichkeit im Vater
Metanoia - Umkehr als Hinwendung zu Gott
Was Sterbende über Metanoia, Basileia und letztes Gericht bezeugen
Der Mensch in seiner Angstprägung braucht Vertrauen: der gute Hirte
Der in Begehrten und Haben fixierte Mensch und inwiefern Jesus erlöst
Als "Besetzter/Besessener" braucht der Mensch Heilung
Haben oder Sein? Selig, wer seine Begehrensstruktur hinter sich gelassen hat - Seligpreisungen
Gerechtigkeit im Haben versus Teilhabe: der verlorene Sohn und der ältere Bruder
Der im Thema Macht fixierte Mensch braucht heilmachende Beziehung
Jesus will den Menschen als Subjekt
Macht oder Liebe: Vom vergeblichen Versuch, Macht im Wort zu überwinden
Erst Dynamik löst wirklich aus: Jesus wird selbst zur Antwort
Das Geheimnis erlösender Dynamik - Liebesdynamik
Ein Mysterium - fünf Akte
Erster Akt: Dynamik der Einladung
Zweiter Akt: Dynamik der Macht - oder die unvermeindliche Zuspitzung
Dritter Akt: Tod als Konsequenz und die Dynamik von Hingabe
Vierter Akt: Auferweckung: Dynamik von Leben/Gott schlechthin
Fünfter Akt: Geisterfahrung oder: Dynamik von innen her
TEIL III: LEBEN AUS NEUER, ZWEITER IDENTITÄT
Der Mensch in der zweiten Identität
Zweite Identität als Schlüsselbegriff für das Neue
Drei Beispiele von Menschen in zweiter Identität
Paulus: "Durch Gnade aber bin ich, was ich bin"
Deutung der autobiografischen Perikope 1 Kor 15, 1-11
Was ist gemeint mit Auferstehung der Toten? 1 Kor 15
Paulus - Narzisst oder Dienender?
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"Erlösung" - ein Fremdwort, ein Abenteuer, ein Hoffnungswort
Eine Patientin, wenige Tage vor ihrem Tod:
"Ich spüre, Erlösung wäre wichtig, aber ich habe den Faden verloren zu diesem Wort."
Ein Patient in der Ohnmacht seiner (schieren) Sprachlosigkeit:
"Zwei Worte bleiben mir zum Beten: >>Jesus<< und (nach langem Schweigen) >>Barmherzigkeit<<."
Roman Siebenrock, Dr. theol., Mag. phil., Prof. für Systemische Theologie, Innsbruck:
Vom Abenteuer, sich einzulassen auf die Frage nach dem, was erlöst
Die vorliegende Arbeit, die der Frage nach dem tief Heilsamen an der christlichen Botschaft und am Leben Jesu Christi nachgeht, formuliert zunächst ein Defizit: Der Autorin fehlt eine glaubwürdige, psychologisch haltbare, rational zugängliche, ausbuchstabierte und zugleich bibelnahe Soteriologie (Erlösungslehre). Entsprechend mutig begibt sie sich in der Folge ins spannungsgeladene Feld von Theologie und Psychotherapie. Sie geht Wege leidender, schwerkranker, sterbender Menschen mit und bringt ihre Fragen und Erfahrungen zwischen Leben und Tod, Zeit und Ewigkeit in die Diskussion von Medizin, Psychotherapie und Theologie ein. In existenziell herausfordernde Situationen führt sie auch den Leser. Dabei sucht sie nach einer die verschiedenen Fragestellungen integrierenden, soteriologischen Gesamtschau des Neuen Testaments, in welcher Erlösung als Antwort auf Prägung verstanden wird. Sie öffnet einen fruchtbaren und ur-biblischen Zugang zu Jesus von Nazareth, und damit auch zum gegenwärtig lebenden Christus als Arzt und Heiland. Auch der dynamische Aspekt von Erlösung mit der Frage, warum und inwiefern Jesus selbst, sein Leben und Sterben Antwort auf Prägung sei, ist höchst lesenswert, ein Kapitel voller Entdeckungen (II.3). Aus systematischer Sicht stellt die Arbeit eine überzeugende, äußerst anregende und mitunter "geniale" theologische Sicht der soteriologischen Bedeutung Jesu auf dem Hintergrund einer tiefenpsychologischen Interpretation der Erbsündenlehre dar, die diesem Lehrstück alle Verstaubtheit, Seltsamkeit und begriffliche Kuriosität nimmt. - Kann man mehr über eine Arbeit sagen, als dass ich von ihr immens viel gelernt habe und dass sich mir gleichzeitig weitere Fragen einstellen?
Thomas Cerny, Prof. Dr. med., Chefarzt Onkologie am Kantonsspital St. Gallen,
zum Wort Erlösung aus der Sicht eines Arztes:
Das Buch "Erlösung aus Prägung" eröffnet für die klinische Arbeit mit krebserkrankten Menschen weitere neue psychotherapeutische Möglichkeiten mit einem gänzlich neuen Denkansatz. Dabei orientiert sich Monika Renz an einem ursprünglichen und letzten heilen Sein. Krankheitsbedingte Regression wird hier nicht einfach als Rückfall in frühkindliche Erlebnisweisen gedeutet. Stattdessen wird darin in der psychotherapeutischen Arbeit durch Schwieriges hindurch auch ein Eintauchen in dieses letztlich Heile erkannt. Und Angst ist aus dieser Sicht keine zu bekämpfende Neurose, sondern ein Existenzgefühl: Urangst. Das Leiden an tiefer Prägung wie auch Prozesse in Richtung "Erlösung" werden erahnbar. Als Ärzte staunen wir bisweilen ob einer schlagartigen Entkrampfung und Schmerzfreiheit, einem neuen Frieden der Patienten mit sich selbst, einer neuen Weise, uns Ärzten zu begegnen. - Eine Pionierarbeit, spannend zu lesen, die konventionelle Erklärungsansätze weit überschreitet und sich doch am ganz Konkreten orientiert: am leidenden Menschen, seiner Not und Sehnsucht.
P. Eberhard v. Gemmingen SJ, Radio Vatikan, zu
Erlösungsvorstellungen einst und heute, Erlösung und Medien:
Die Therapeutin und Theologin Monika Renz hat mich, einen Priester und Rundfunkjournalisten, gebeten, ein einleitendes Wort zu ihrem Buch über Erlösung zu schreiben. Ich versuche es. Wenn ich darüber nachdenke, was das Wort "Erlösung" in meiner Jugend - also vor 50 Jahren - bedeutet hat, dann muss ich sagen: Es bedeutete: Christus hat uns durch sein Leiden von der ewigen Verdammung erlöst. Das hatte damals nach meiner Erinnerung nichts mit Befreiung aus Zwängen, Ängsten, Nöten zu tun, sondern spielte sich nur im Jenseits ab. Wenn ich heute von Erlösung spreche, dann sage ich zunächst einmal: Christus hat uns durch seine Liebe fähig gemacht, selbst zu lieben. Wir wurden durch ihn ansatzweise von unserem Egoismus befreit und fähig, Anteil zu nehmen am Schicksal des Andern. Wir können wieder glauben, ja auch hoffen und sogar lieben. Das ist Erlösung. Erlösung ist also ein Vorgang, der sich in unserem irdischen Leben abspielt, den man sogar wahrnehmen kann. Man kann ja Menschen erleben, von denen man den Eindruck hat "Der ist erlöst", "Die lebt erlöst". Und dieses irdische Erlöst-Sein von Angst und Zwang ist ein Zeichen dafür, dass auch der Himmel offen steht, dass wir Zugang haben zum himmlischen Vater, dass wir keine Angst vor Gott haben müssen. Und schließlich der Rundfunkredaktor, der ich bin: Ich glaube, dass ich durch mein Tun, durch unsere Sendungen - wenn sie gut sind - aufbauend, konstruktiv mitwirken kann an der Erlösung von vielen Menschen. Erlösung heißt für mich heute: Verkündigung der Liebe Gottes zum Menschen, damit wir Menschen menschlich, in Gerechtigkeit und Frieden leben können. Wer an die erlösende Liebe Gottes glaubt, lebt anders. Wer anders lebt, wirkt mit an der Erlösung der Welt.
Max Küchler, Dr. theol., Prof. für Neues Testament, Fribourg:
Ein Einweihungsweg
Die hier entwickelte Beschreibung der condition humaine schreit sozusagen nach Befreiung und Erlösung. Zum Teil wirklich ausgezeichnet wird die These dargestellt und bibeltheologisch entfaltet, dass in Jesu Botschaft und heilender Tätigkeit den Menschen ein Angebot gemacht wurde, aus der Urprägung Mensch und dem Dynamismus der Sonderung mit seinen Angst-, Begehrens- und Machtstrukturen herauszukommen. Ein therapeutisches Buch, das mit seinen eindrücklichen Kapiteln der Menschenbeobachtung zum persönlichen Einweihungsweg werden kann und das trotzdem ein zutiefst theologisches Werk ist.
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"Das Wunder göttlicher Erlösung in Jesus Christus kommt eindrücklich zur Geltung, jenseits moralischer Verkürzungen. So wird diese originelle Studie aus dem Grenzgebiet von Therapie und Seelsorge zugleich zu einem Lehrbuch vom Leben im Heiligen Geist." -
Christ in der Gegenwart
"Ein Buch, das zu denken gibt - im besten Sinne des Wortes."
- forum - Pfarrblatt der kath. Kirche im Kanton Zürich
"Als von Anfang an Geprägter und von Urangst Betroffener ist der Mensch erlösungsbedürftig, längst bevor überhaupt von Schuld gesprochen werden kann. Aus solch frühester Prägung ergibt sich eine innere Angst-, Begehrens- und Machtstruktur. Angesichts dieser Urprägung zeigt sich das Christusmysterium als Inbegriff dessen, was letztlich aus Strukturen der Angst, Gier und Gewalt befreit. Neue Perspektiven von Heilwerden und Erlösung entstehen, wenn Botschaft, Leben und Sterben Jesu auf dem Hintergrund dieser Urprägung erfasst werden. Der Mensch muss seinen Beitrag, seine Bereitschaft zur Wandlung und sein Ja einbringen. Und doch ist Erlösung Gnade. Die Psychologin und Theologin DDr. Monika Renz hat in ihrem neuesten Buch >>Erlösung aus Prägung<< diese Zusammenhänge meisterhaft erschlossen."
- Schönbrunner Information
"Es wird heute viel über den Tod geredet, über die Frage, ob der Mensch selber über den Zeitpunkt seines Ablebens entscheiden solle oder nicht. Weit seltener sind jedoch Berichte, die nahe an den Tod herangehen. Die den Vorgang des Sterbens nicht nur medizinisch, sondern als ein existenzielles Geschehen beschreiben. Monika Renz lässt in ihrem Buch Anteil nehmen an ihren Erfahrungen, die zeigen, dass die letzten Wochen und Tage eines Menschen nicht nur ein Weg in den Tod, sondern auch zu seiner Ganzheit sein können. In solchen Büchern taucht die früher so bewusst gepflegte «Kunst des Sterbens» in neuer Gestalt wieder auf."
- St. Galler Tagblatt
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Monika Renz
, Dr. phil. und lic. theol., Leiterin der Psychoonkologie und Musik-Psychotherapie am Kantonsspital St. Gallen. Publikationen und Vortragstätigkeit zu aktuellen Themen menschlicher Prägung und Reifung, zu Leiden und Sterben, Kommunikation am Sterbebett, zu Spiritualität, spiritueller Erfahrung und zu Kernfragen christlicher Theologie. Interdisziplinäre Weiterbildungs- und Lehrtätigkeit für Ärzte, Pflegende, für Sterbebegleiterinnen, Psychotherapeuten, Theologen und Seelsorger. Viersemestrige Vorlesungsreihe an der theol. Fakultät der Universität Innsbruck. Buchautorin. www.monikarenz.ch.
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