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Guggenbiller, Heinrich
Meinen Frieden finden
Wach sein für das, was in uns selbst lebendig ist
1. Auflage, 2010.03.29
176 Seiten, Kartoniert
Format: 17.0 x 24.0cm
ISBN: 3-87387-743-0
ISBN 13: 978-3-87387-743-6
15,90 EUR
Wie kann man zu seinem eigenen Wohlergehen beitragen, genauso wie zu dem anderer Menschen? Freundliche Aufmerksamkeit ist hier der Schlüssel. Wer achtsam ist für das, was jeweils in ihm selbst lebendig ist, für seine Bedürfnisse und Gefühle, findet auch leichter seinen Frieden. Gleichzeitig fällt es leichter, auch bei allen anderen Menschen deren Lebendigkeit zu achten. Heinrich Guggenbiller reflektiert zahlreiche ganz alltägliche Empfindungen und Erlebnisse. So beleuchtet er seinen eigenen Weg zum Frieden und möchte Leserinnen und Leser anregen, ebenfalls in sich hineinzuspüren. „Als Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation schätze ich diese Vorgehensweise sehr, denn sie entspricht dem, wie ich gerne an Konflikte herangehe: hinter dem Konflikt zwischen Menschen nach den unerfüllten Bedürfnissen der Beteiligten zu suchen. Wenn ich diese gefunden habe, verbinde ich mich mit der Schönheit dieser Bedürfnisse. Und plötzlich entdecke ich unerwartete Lösungen, die dann möglich sind, um die Bedürfnisse aller zu erfüllen.“ – aus dem Vorwort von
Doris Schwab
Vorwort von Doris Schwab
Erleichterung durch Ablegen von Übernommenem
Es fällt mir schwer
Überfordert
Blockiert
Niemanden enttäuschen dürfen
Ärger auf mich ziehen, "ausbaden"
Unter Verantwortung stöhnen
Sorgen haben wegen jemandem
Widerwillig verpflichtet
Unter Druck kommen
Niemandem zur Last fallen
Aushalten
Unter Vorwürfen leiden
Klarheit durch Wahrnehmen, was ist
Mir etwas vorstellen
Angst fürchten
Blinde Angst
Immer die gleiche Erfahrung machen
"Es verfolgt mich"
"Kostet viel Kraft"
"Alles ist so kompliziert"
Mit etwas nicht umgehen können
Misstrauisch
Nicht wissen, was wirklich ist
Unfrei
Immer müssen
In der Sackgasse
Kein Lichtblick
Beobachtet werden
Vorsichtig
Enttäuscht
Befreiung durch Ja zu meiner Lebendigkeit
Kontrollzwang
Negativ auffallen
Mich gehen lassen
Schwach
Bedürftig
Überempfindlichkeit
Stärke durch Mich-aufrecht-Hinstellen
Übersehen werden
Eifersüchtig
Unwichtig
Mich behaupten müssen
Nicht besonders ..., Sonderling
Sicherheit durch Halt in meinen Beinen
Preisgegeben
Hilflos
Nicht zurechtkommen
Stolz auf ...
An jemandem hängen
Nur gemeinsam
Wohlergehen durch Akzeptanz meiner Gefühle
Mich schlecht fühlen
Angst, die Kontrolle zu verlieren
Emotionen nicht im Griff haben
Schwindelig
Keine Luft kriegen
Unausgeglichen
Ertragen oder mich zurückziehen?
Beleidigt
Nachtragend
Friede durch Hören auf die Bedürfnisse
Im Trotz stecken
"Es macht mich fertig"
Mich aufregen
Ausgenutzt werden
Um Anerkennung ringen
Willkommen sein wollen
Das Verlangen, dazuzugehören
Auseinandersetzung scheuen
Mich ärgern
Orientierung durch Achten auf meine Impulse
Mangelndes Selbstbewusstsein
Mich verlieren
Nicht gut drauf sein
Nicht klarkommen
Nicht wissen, was richtig ist
Mich nicht entscheiden
Mich als ohnmächtig, ausgeliefert erleben
Zwischen die Stühle geraten
Zufriedenheit durch Bei-mir-Sein
Merkwürdig
Mit mir ins Reine kommen
Im Einklang mit mir
Sein lassen
Gesundheit
In guter Stimmung
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Vorwort von Doris Schwab
Heinrich Guggenbiller setzt sich in seinem Buch mit zentralen Themen und Fragen des Lebens und der Beratung auseinander. Und das tut er im wahrsten Sinne des Wortes: Er setzt sich selbst den Wörtern "gegenüber", nimmt sie auseinander, schaut aus Abstand auf sie.
Aus dieser distanzierten Sichtweise nähert er sich fragend dem an, was hinter der "Frontseite" der Wörter liegt und entdeckt dort die Schönheit der Kehrseite. Er findet Ansichten, wie man auch noch anders auf diese Wörter schauen kann, und daraus entsteht eine ganz neue Sichtweise. Fast wie von selbst erscheinen aus dieser anderen Perspektive völlig neue Umgangsweisen mit den Themen, die anfangs schwer und bedrückend aussahen. Es ist, als ob man den Schatz findet, der in einer Kiste voll Kummer und Schmerz verborgen war.
Als Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation schätze ich diese Vorgehensweise sehr, denn sie entspricht dem, wie ich gerne an Konflikte herangehe: hinter dem Konflikt zwischen Menschen nach den unerfüllten Bedürfnissen der Beteiligten zu suchen. Habe ich diese gefunden, verbinde ich mich mit der Schönheit der Bedürfnisse. Und plötzlich entdecke ich unerwartete Lösungen, die dann möglich sind, um die Bedürfnisse aller zu erfüllen.
Ich schätze und achte Heinrich Guggenbillers Herangehensweise und Bearbeitung der Themen sehr. Ich lasse mich immer wieder gerne davon inspirieren.
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Niemanden enttäuschen dürfen
Nur ja niemanden enttäuschen, das ist mir sehr wichtig. Ich finde es schlimm, wenn es trotzdem passiert. Und doch rumort es in mir. Warum?
Wenn jemand von mir enttäuscht ist, hat er sich wohl vorher selbst getäuscht. Vielleicht hat er sich ein Bild von mir gemacht, wie er mich gern hätte. Falls er jetzt seine Enttäuschung mir ankreidet, zeigt dies, dass er sein Bild mehr liebt als mich. Aber strenge ich mich an, seine Täuschung aufrechtzuerhalten, um nur ja gemocht zu werden?
Lässt es mich ungerührt, wenn mich jemand als enttäuschend abqualifiziert? Oder bin ich doch verletzt, wenn er sich von mir abwendet, bloß weil ich seinem Wunschbild nicht entspreche? Bislang teile ich ihm dies nicht einfach mit. Eher ziehe ich mich auch enttäuscht vom anderen zurück. Oder ich verlange dann von mir, mich noch mehr anpassen zu müssen. Ich neige dazu, blindlings auf die andere Seite zu gehen. Halte ich sein Bild von mir für maßgeblich und messe mich daran als verkehrt? Tausche ich mein Sosein betrübt für Anpassung ein, um damit akzeptiert zu werden?
Ich unterliege wohl selbst einer Täuschung. Wieso darf ich nicht aus dem Rahmen fallen, in den andere mich stecken wollen?! - Es kann natürlich geschehen, dass bei meinem Tun jemand anders enttäuscht ist. Statt mir dies selbst weiter anzulasten, will ich künftig anerkennen, dass sich jener etwas anderes gewünscht hat. Gleichwohl will ich auch zu mir stehen. Seine Enttäuschung sagt nichts über mich aus. Ich finde es für uns beide in Ordnung, dass wir Verschiedenheit erfahren.
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"Das Buch ist damit eine wunderbare Quelle zur Reflexion, zur Reise in sich selbst und zur Entdeckung neuartiger Gedanken und Gefühle. Es verhilft zu einer neuartigen Gedankenfreiheit, wenn Leserinnen und Leser bereit sind, sich mit Zeit und Ruhe auf seine Betrachtungen einzulassen. Mit Sicherheit kann man diese Veröffentlichung nicht »einfach so runter- bzw. durchlesen« – dazu sind die Betrachtungen zu tiefgreifend. Gleichzeitig lösen sie viele eigene Gedanken aus und konfrontieren uns mit Gedankenmustern, die uns immer wieder in die eigene Vergangenheit und Gegenwart führen. Doch wer sich selbst eine achtsame Freundlichkeit schenkt, wird erneut für Lösungswege und eine größere Wahrnehmungsoffenheit aufmerksam." -
Handbuch für ErzieherInnen
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Heinrich Guggenbiller
, geb. 1937. Als Benediktinermönch 1956 Studium der Philosophie und Theologie. 1968 Austritt aus dem Kloster, Studium analytischer Psychotherapie. Arbeitet seit 1973 in freier Praxis als Psychotherapeut. Im Lauf der Jahre vielfache Fortbildung. Seit 1972 verheiratet, zwei Kinder.
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