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von Schlippe, Arist
Familientherapie im Überblick
Basiskonzepte, Formen, Anwendungsmöglichkeiten. Überarbeitete Neuauflage
12. Auflage, 2010.03.05
128 Seiten, Kartoniert
Format: 17.0 x 24.0cm
ISBN: 3-87387-741-4
ISBN 13: 978-3-87387-741-2
13,90 EUR
In dieser Einführung werden die bedeutendsten familientherapeutischen Modelle vorgestellt und eine Auswahl familientherapeutischer Techniken vermittelt. Auf diese Weise gibt der Autor einen gut lesbaren Einblick in das immer bedeutsamer werdende Feld der Familien- bzw. Systemtherapie. Auch mehr als 25 Jahre nach Erscheinen der Erstauflage ist dieses Werk in seiner Klarheit und Übersichtlichkeit immer noch eine gute Einführung für diejenigen, die eine konzentrierte Einführung in das Thema Familientherapie suchen. Der ursprüngliche Text wurde vom Autor durchgesehen und in einigen Abschnitten überarbeitet.
Paradigmen, Verhältnis von "Wirklichkeit" und Theorie
Einführung in systemisches Denken - Systeme und ihre Qualitäten
Verbundenheit der Elemente, Holismus
Zielorientierung, Prozess
Regulierung
Homöostase
Kalibrierung, Stufenfunktion
Hierarchie
Regeln
Offene und geschlossene Systeme
Relativitätsprinzip
Neuere Systemtheorien
Kommunikation
Die pragmatischen metakommunikativen Axiome von Watzlawick
Man kann nicht nicht kommunizieren
Jede Kommunikation hat einen Inhalts- und einen Beziehungsaspekt; letzterer bestimmt den ersteren und ist daher eine Metakommunikation
Die Natur einer Beziehung ist durch die Interpunktion der Kommunikationsabläufe seitens der Partner bedingt
Menschliche Kommunikation bedient sich digitaler und analoger Modalitäten
Zwischenmenschliche Kommunikationsabläufe sind entweder symmetrisch oder komplementär, je nachdem ob die Beziehung zwischen den Partnern auf Gleichheit oder Unterschiedlichkeit beruht
Kongruente Kommunikation, inkongruente Kommunikation
Metakommunikation
Geeichte Kommunikation
Die "Anatomie der Nachricht"
Schulen der Familientherapie
Von der Psychoanalyse herkommende Familientherapie
Bezogene Individuation
Die Interaktionsmodi von Bindung und Ausstoßung
Delegation
Die Mehrgenerationenperspektive von Vermächtnis und Verdienst
Der Status der Gegenseitigkeit
Strukturelle Familientherapie
Das Bild von Familie in der strukturellen Familientherapie
Subsysteme und Grenzen
Triangulation
Prozessdiagnostik in der Familie
Etablierung des therapeutischen Systems
Verschiedene Modelle systemischer Therapie bzw. Familientherapie
Mailand I
Mailand II
Das Reflektierende Team
Lösungsorientierte Therapie
Entwicklungsorientierte Familientherapie
Begriffserklärung und Menschenbild
Selbstwert und Kommunikationsformen
Landkarte und Wirklichkeit
Andere familientherapeutische Richtungen
Erwartungen an den Therapeuten als Person
Selbsterfahrung
Wertschätzung
Kongruenz und Selbstachtung
Systemische Methoden
Joining, Stockwerkarbeit und netzförmige Interaktion
Umdefinition des Problems - vom Individuum zum System, Kontrakt
Reframing (Umdeutung)
Systemische Fragen
Unterscheidungsfragen
"Klatsch und Tratsch" in Anwesenheit von Mitgliedern
Hypothetische Fragen
Triadische Fragen
Fragen zum Beratungskontext
Zukunftsfragen
Fragen zu konkretem Verhalten und zu Transaktionen
Fragen nach Ausnahmen
Paradoxien und Schlussinterventionen
Arbeit an den Grenzen
Familienanamnese, Genogramm
Familienskulptur
Der Gebrauch von Metaphern in der Therapie
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Nun ist dieser kleine Band schon 25 Jahre lang auf dem Markt! Und er wird nach wie vor nachgefragt und gelesen! Nach wie vor ist also offenbar das Interesse groß, sich über die Familientherapie - heute sprechen wir eher von systemischer Familientherapie oder systemischer Therapie - schnell und leicht zu informieren. Jahrelang habe ich gezögert, den Text zu überarbeiten, ist er doch in der "Leichtigkeit der frühen Jahre" geschrieben. Ich weiß, dass mir das so heute nicht mehr gelingen würde. Viele Konzepte sind mit lockerer Hand geschrieben, über viele theoretisch tief greifende Debatten bin ich "wie der Reiter über den Bodensee" hinweggeritten, ohne zu ahnen, welche Tiefen ich da einfach überbrückt habe.
Nun habe ich mich doch bereitgefunden, das Büchlein zu aktualisieren. Ein schwieriges Unterfangen: Ich wollte die ursprüngliche Leichtigkeit des Schreibens erhalten, also nicht alles abreißen und neu aufbauen, was das Buch fünfmal so dick gemacht hätte - und ebenso viel schwerer zu lesen. Ich habe daher vor allem ergänzt, einiges auch gestrichen, aber nicht völlig umgebaut.
Ergänzungen waren notwendig geworden! Dass beispielsweise das "zirkuläre Fragen" in dem Text von 1984 nicht auftauchte, lag an meiner "Herkunft" von dem entwicklungsorientierten Ansatz Virginia Satirs. Heute ist diese Frageform systemisches Allgemeingut geworden; es wäre nicht angemessen, sie in der Überarbeitung nicht zu erwähnen.
Meine Skepsis gegenüber dem frühen Mailänder Modell von Mara Selvini Palazzoli ist in dem Band von 1984 nicht zu überlesen gewesen. Eine entscheidende Kritik an dem implizit widersprüchlichen Umgang mit der strukturellen Macht der Einwegschreibe und den orakelhaft anmutenden paradoxen Schlussinterventionen kam schließlich aus dem Modell selbst heraus. Das "neue Mailänder Modell", verbunden mit den Namen von Boscolo und Cecchin, empfinde ich viel passender zu meinen Werten und meinem inneren Bild von "guter Therapie". So war es mir wichtig, dieses Konzept und auch Formen, die sich aus einem ähnlichen kritischen Impuls heraus entwickelt haben - wie das Reflektierende Team -, breiter vorzustellen.
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"Das Buch ist eine komprimierte, gut verständliche und angenehm lesbare Einführung, die im Hochschul- bzw. Fachhochschulunterricht, in der Weiterbildung und in der Anleitung von Praktikanten den Start in die Familientherapie sehr erleichtern dürfte, aber darüber hinaus auch als basales Nachschlagewerk Verwendung finden kann." -
Integrative Therapie
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Arist von Schlippe
, Prof. Dr., Dipl.-Psych., Familientherapeut. Langjährige Lehr- und Forschungstätigkeit an der Universität Osnabrück, seit 2005 Lehrstuhl am Institut für Familienunternehmen der Universität Witten/Herdecke.
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