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Schütz, Gerhard
Die Altersregression
Hypnotisches Vorgehen in Theorie und Praxis. Mit einer CD
1. Auflage, 2009.09.08
112 Seiten, Kartoniert
Format: 17.0 x 24.0cm
ISBN: 3-87387-731-7
ISBN 13: 978-3-87387-731-3
18,90 EUR
Wenn ein Zurückgehen in frühere Lebensphasen oder Entwicklungsschritte mithilfe einer Hypnose eingeleitet wird, spricht man von einer hypnotischen Altersregression. Im ersten Teil dieses Buches wird dargestellt, mit welchen Techniken eine Altersregression eingeleitet werden und was man damit bewirken kann, welche Rolle dabei unsere Erinnerung spielt und wie diese überhaupt funktioniert. Der zweite Teil enthält neun ausgearbeitete Texte, mit denen eine Altersregression eingeleitet werden kann. Auf einer dem Buch beiliegenden CD finden sie sich zusätzlich in gesprochener Form. Das Buch richtet sich an alle diejenigen, die professionell mit Hypnose oder Hypnosetherapie arbeiten. Es ist darüber hinaus aber auch für Klienten oder Patienten geeignet, die wissen wollen, was bei einem hypnotischen Vorgang geschieht und wie eine Altersregression wirken kann.
Das Wesen der Hypnose
Hypnose und bewusste Kontrolle
Unterschiedliche Hypnosestadien
Die musikalische Untermalung
Vorbereitungssuggestionen
Struktur des Vorgehens
Gedächtnis und Erinnerung
Subsysteme des Gedächtnisses
Eidetik
False Memory Syndrom
Vorsicht: Suggestivfragen
Ein kleiner Blick ins Gehirn
Gedächtnis als Zeitspeicher
Sensorisches Gedächtnis
Kurzzeitgedächtnis
Langzeitgedächtnis
Das persönliche Gedächtnis
Der Weg ins Gedächtnis
Kindheitserinnerungen
Zwei Beispiele ungewöhnlicher Altersregression
Sontane Altersregression
Glaubenssysteme
Rückführungen in Gruppen
Gefahren bei der Altersregression
Texte zur hypnotischen Rückführung
Kinderwelten
Der Fahrstuhl
Der Zeitkreisel
Die Geschichte der Menschheit
Der Zeitgeist
Die Geistreise
Der Zeitfäden
Organische Lebensform
Das Zeitlabyrinth
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Ungewolltes Freilegen von traumatischen Erinnerungen
Wird eine Person in eine hypnotische Trance geführt, hat dies automatisch zur Folge, dass sie emotional verletzlicher ist als im Wachzustand. Im Zustand der Trance ist der psychische Abwehrmantel porös und löchrig - abgedrängte, unangenehme Erinnerungen haben es leicht, sich auf die Bühne der Aufmerksamkeit zu schieben, um sich bemerkbar zu machen. Wenn abgespaltene, emotional belastete Erinnerungsfragmente sich ins Zentrum der Aufmerksamkeit vorarbeiten, geht dieser Vorgang meist mit starken Gefühlsäußerungen einher - die Person wird in diesem Moment mit Ereignissen überspült, die sie noch nicht richtig verarbeitet hat. So betrachtet, ist die Trance eine Art Erlebnisverarbeitungsbeschleuniger von verdrängtem biografischem Material. Im Prinzip ist das ein durchaus willkommener, sich selbsthygienisch regulierender Vorgang, wenn der Hypnotiseur weiß, was in dieser Situation zu tun ist. Ein nicht erfahrener Hypnotiseur könnte in dieser Lage selbst Unsicherheit und Angst entwickeln und hierdurch diesen Vorgang noch verstärken. Der Hypnotisand würde die Unsicherheit spüren und noch stärker mit Angst reagieren und so weiter - ein gefährlicher Teufelskreis, der in eine Situation münden kann, in der die Lage unbeherrschbar wird. Sollte es zu einem Ausbruch starker verdrängter Gefühle kommen, so ist das oberste Gebot dies: Ruhe zu bewahren und Präsenz zu zeigen. Immer richtig ist es, beruhigend und empathisch zu bleiben in dem Wissen, dass die stärksten Gefühlswellen fast immer nach bereits kurzer Zeit wieder abebben. Emotionale Ausbrüche während eines Trancezustandes sind nie vorhersehbar. Deshalb muss mit diesen Zuständen potentiell immer gerechnet werden und ein quasi automatisiertes Verhalten seitens des Hypnotiseurs bereitstehen. Selbst wenn der Hypnotisand sich in einem Zustand ozeanischen Glücksgefühls befindet, ist das kein Beleg dafür, dass dies auch so bleiben muss. Die aktiven Hirnareale, die mit Glücksgefühlen in Verbindung stehen, sind eng benachbart mit denen, die mit Trauer und Enttäuschung zu tun haben. Ein bestimmtes Wort, eine bestimmte Melodie oder eine angeregte Assoziation reicht manchmal schon aus, um das neuronale System "Glücksgefühl" zum Kippen zu bringen.
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Dr. rer. medic.
Gerhard Schütz
, Dipl-Psych. und Psychotherapeut. Von 2007 bis 2009 Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Zahnärztliche Hypnose (DGZH) e.V., Trainer und Supervisor. Als Psychotherapeut mit Schwerpunkt Hypnose ist er in eigener Praxis in Berlin-Steglitz tätig. Umfangreiche Vortragstätigkeit und Veröffentlichungen.
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