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Bolen, Peter
Emotionale Reintegration: der sanfte Weg
Ein Beitrag zur Körperpsychotherapie
1. Auflage, 2006.05.19
160 Seiten, Kartoniert
Format: 17.0 x 24.0cm
ISBN: 3-87387-630-2
ISBN 13: 978-3-87387-630-9
4,50 EUR
Dieses Buch ist entstanden, nachdem der Autor über 25 Jahre etwa 300 Schüler in Körperpsychotherapie ausgebildet hatte. Es kann daher als Leitfaden, begleitend zu einer Ausbildung, genutzt werden und unterscheidet sich von anderen Fachbüchern dadurch, daß es genaue Anweisungen zur Arbeit am und mit dem Körper enthält. Also Handlungsanleitungen, die kein Geheimwissen bleiben, sondern zum Nutzen der Therapeuten und Patienten verbreitet werden sollen. Der Name Emotionale Reintegration, den Peter Bolen für den von ihm selbst entwickelten körperpsychotherapeutischen Ansatz gefunden hat, leitet sich ab von der Wiedererinnerung an frühe, abgespaltene und verdrängte Emotionen und ihre Wiedereingliederung in das Bewußtsein. Der Ansatz ist eine Synthese von Reichianischer Therapie, Gestalttherapie, Grundthesen der Primärtherapie, dem Verständnis psychoanalytischer Grundbegriffe und der tiefenpsychologischen Entwicklungspsychologie.
Weshalb Körperpsychotherapie?
Wozu Wiedererinnern?
Über das Wesen der Heilung - Selbstregulation
Zum Verständnis des therapeutischen Prozesses
Von der konfrontativen Arbeit am Muskelpanzer zum sanften Weg
Die Gelenksarbeit, allgemeiner Teil
Die Gelenksarbeit, spezieller Teil: Neurophysiologische Grundlagen
Das Setting
Diagnosen und Charakterstrukturen
Über den Energiebegriff
Die Topographie der Berührung
Arbeit an den reichschen Segmenten
Das Geburtstrauma
Grenzbereiche
Fallbeispiele
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Dieses Buch ist entstanden, nachdem ich in den letzten 25 Jahren etwa 300 Schüler in Körperpsychotherapie ausgebildet habe.
Immer wieder wurde ich gefragt, ob es nicht ein Buch von mir gäbe, welches als Leitfaden zur Ausbildung dienen könnte. Seit der Gründung der
Pulsationen
(1992), einer periodisch erscheinenden Fachzeitschrift des Arbeitskreises für Emotionale Reintegration in Wien über Körperpsychotherapie, habe ich eine Reihe von Artikeln publiziert. Diese geben jedoch nur bruchstückhaft das wieder, was ich in unseren Ausbildungen lehre. Indem ich nun dieses Buch schreibe, erfülle ich den Wunsch meiner Freunde und Schüler, ein Buch in die Hand zu bekommen, wo sie Dinge nachlesen können, die nach der Ausbildung in Vergessenheit geraten sind, oder die sie während ihrer Ausbildung, die vielleicht schon 20 Jahre zurückliegt, damals noch nicht gehört haben.
Dieses Buch unterscheidet sich von anderen Fachbüchern auch dadurch, dass es genaue Anweisungen zur Arbeit am und mit dem Körper enthält. Also Handlungsanleitungen, die kein Geheimwissen bleiben, sondern zum Nutzen der Therapeuten und Patienten verbreitet werden sollen.
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Weshalb ist die Arbeit am und mit dem Körper (Berührung, Wahrnehmung der Haltung, der Bewegung, der Gestik, der Mimik) in der Psychotherapie so wichtig und - meiner Ansicht nach - unverzichtbar?
Vorweg gesagt: Körperpsychotherapie ist nicht nur Körperarbeit, sondern auch verbale therapeutische Kommunikation. Sie unterscheidet sich von rein verbalen Methoden, wie z.B. der Psychoanalyse, dadurch, dass sie frühes Material, welches im Körper gespeichert ist, durch Körperinterventionen bewusst machen kann. Unser Gehirn kann als ein Biocomputer angesehen werden. Etwa bis zum vierten Lebensjahr werden von den Erziehungspersonen, meistens den Eltern, Programme installiert. Das Kind kann sich dagegen nicht wehren, selbst wenn diese Programme für seine Entwicklung nicht förderlich sind. Erst nach dem vierten Lebensjahr, wenn nach dem Abschluss der Hirnreifung die Persönlichkeit ein neues Stadium erreicht hat, kann es dagegen Widerstand leisten. Oft nicht direkt, da dies aus der Ohnmacht heraus nicht möglich ist, sondern indirekt, indem es zum Beispiel die Worte zum einen Ohr hineinlässt und zum anderen wieder hinaus.
Das Unangenehme ist, dass unser kognitives Gedächtnis nur etwa bis zum dritten Lebensjahr zurückreicht. Was vorher geschah, entzieht sich unserer Erinnerung. Also auch die Eingabe jener Programme, über die ich gerade sprach. Wir wollen davon ausgehen, dass die Eltern ihre Erziehungsprogramme durchaus in gutem Willen getätigt haben. Ohne diese Eingaben, die wir auch Introjekte nennen können, wäre soziales Lernen nicht möglich. Negative Auswirkungen gibt es nur, wenn diese Eingaben nicht der Natur des Kindes entsprechen und wenn die Eltern das Kind nicht als eigene Persönlichkeit erkennen, sondern lediglich ihre Projektionen auf das Kind richten (Richter 1969). Die Schädigung hängt natürlich vom Ausmaß und der Intensität der dem Wesen des Kindes nicht adäquaten Erziehungsprogramme ab.
Welche Möglichkeiten haben wir nun, um zu erkennen, ob die Basis unserer Handlungen eigener Wille aufgrund gereifter Entscheidungen ist oder ob es sich um ein Fremdprogramm handelt?
Überraschenderweise sind es lediglich unsere Gefühle, auf die wir uns da verlassen können - also jener Bereich unserer Persönlichkeit, den wir gerne unserem logischen Verstand unterordnen.
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Dr.
Peter Bolen
, geb. 1940, Medizinstudium in Wien. Seit 1973 Anerkennung als Facharzt für Neurologie und Psychiatrie. Seit 1980 Leitung von Ausbildungen im von ihm selbst gegründeten Wilhelm Reich Institut (Wien). Seit 1987 Entwicklung einer eigenen integrativen Körperpsychotherapiemethode, der Emotionalen Reintegration. Durchführung von laufenden Aus-, Fort- und Weiterbildungen im In- und Ausland (Österreich, USA, Brasilien, Deutschland).
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"Ich begann das Buch zu lesen und konnte es nicht mehr aus der Hand legen! Dies ist mein erstes Kompliment: Das Buch ist leicht lesbar, bestehend aus einer guten Kombination eines persönlichen Stils mit persönlichen Anekdoten und - wo es notwendig ist - mit wissenschaftlichen Details.
Ich schätze das medizinische Wissen bezüglich der Gelenke, des Grammasystems und der Neurophysiologie genauso wie die Erkenntnis, dass wissenschaftlicher Reduktionalismus eine Menge an Wissen und Weisheit ausschließt, für die die wissenschaftliche Methode (bis jetzt) noch kein Erklärungsmodell gefunden hat, und daher versucht, sie zu negieren. Der Titel ist exzellent, da er den grundsätzlichen Unterschied zwischen dem sanften Stil von Peter Bolen und dem alten Neoreichianischen Stil betont. ... Es hat mir Vergnügen bereitet, die Details der Gelenkphysiologie und des Gammasystems zu verfolgen. Diese Kenntnisse sind ein Geschenk an alle Therapeuten, die verantwortungsvoll mit dem Körper arbeiten. Die Beschreibung der Technik untermauert die Bedeutung des Buchtitels: >>Der sanfte Weg<<. ... Ich kann dieses Buch herzlich empfehlen!"
- David Boadella,
Psychotherapie Forum
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1 x
Wege der Traumabehandlung
1 x
Von der Dunkelheit zum Licht
58.40 EUR
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