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Damm, Marcus
Psychologie der Eifersucht
Ursachen, Formen und Wege aus der Eifersuchtsfalle
1. Auflage, 2006.03.14
208 Seiten, Kartoniert
Format: 17.0 x 24.0cm
ISBN: 3-87387-632-9
ISBN 13: 978-3-87387-632-3
19,90 EUR
Die Humanwissenschaften haben sich ausführlich mit Eifersucht und Neid beschäftigt. Die wichtigsten Erkenntnisse werden vom Autor in einer anregenden und leserfreundlichen Art präsentiert. Thematisiert werden u.a. verschiedene Ursachen und Formen der Eifersucht in Zweierbeziehungen und Familien. Die gewonnenen Einsichten werden in einen neuen Ansatz eingegliedert, der sich den vielschichtigen Eifersüchteleien im zwischenmenschlichen Alltag effizient anzunehmen vermag. Dabei werden u.a. folgende Fragen bearbeitet: Wie gehe ich sinnvoll mit einem eifersüchtigen Partner um? Ist die Mißgunst angeboren oder auf Grund von familiären Niederlagen entstanden? Warum werden Frauen vorwiegend bei emotionalen Seitensprüngen ihres Partners eifersüchtig, Männer hingegen hauptsächlich bei Anzeichen von sexueller Untreue? Wie kann ich mich mit meiner Eifersucht arrangieren? Verzeihen eher Frauen einen Seitensprung? (Ergebnisse einer eigenen Studie)
Eifersucht in der Zweierbeziehung, Familie und im Alltag
Eifersucht - ein zweischneidiges Schwert in der Partnerschaft
Fadenscheinige Charakteristiken unserer Gesellschaft: Geschlechtunterschiede und Doppelmoral
Eifersucht in Familien
Neid - ein emotionales Gift im Zwischenmenschlichen
Die blinde Leidenschaft - angeborenes Potenzial oder Charakterschwäche?
Eifersucht von Männern und Frauen in Bezug auf Partnerwahl und Untreue
Wann Frauen eifersüchtig werden
Was bei Männern generell Eifersucht auslöst
Eifersucht - eine Folge der Einflüsse unserer Haben-Gesellschaft
Phänomene der Eifersucht
Formen von >>eifersüchtiger<< Kommunikation
Verschiedene Arten des Umgangs
Charakteristische Verhaltensweisen von Eifersüchtigen
Besitzen-Wollen
Überwachen
Nachspionieren
Eifersuchts-Untreue-Teufelskreis
Eifersucht und Charakterkunde
Angst vor dem Getrennt-Sein - symbiotische Charaktere
Auffälligkeiten
Formen der Eifersucht
Persönlichkeitsentwicklung in Bezug auf Eifersucht
Angst vor dem Kontrollverlust - Zwangscharaktere
Auffälligkeiten
Formen der Eifersucht
Persönlichkeitsentwicklung in Bezug auf Eifersucht
Angst vor dem Unterlegen-Sein - phallische Narzissten
Auffälligkeiten
Formen der Eifersucht
Persönlichkeitsentwicklung in Bezug auf Eifersucht
Hysterische Frauen
Integrative therapeutische Maßnahmen
Anmerkungen
Evolutionstheoretische Therapie
Tiefenpsychologische Maßnahmen
Charakterkunde
Philosophie
Verhaltenstherapeutische Maßnahmen
Allgemeine Empfehlungen
Selbsterkenntnis
Herkömmliche Sichtweisen verändern - kognitives Training
Ich-Selbst-Sein
Problemzentrierte Zwiegespräche
Teufelskreise auflösen
Authentische Kommunikation
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Wir alle haben schon bewegende Erfahrungen mit Eifersucht gemacht, mal mehr, mal weniger dramatische. Mit anderen Worten, jeder hat entweder selbst einmal diesem speziellen Affekt in einer bestimmten Art und Weise nachgegeben, z.B. in Form von imaginären oder verbal geäußerten Unterstellungen, die den Partner betreffen, oder er war selbst >>Opfer<<. Wer ernsthaft erwägen würde, sich von dieser Angelegenheit
völlig
freizusprechen, der würde, ganz lapidar gesagt, sein Mensch-Sein verleugnen. Gleichzeitig würde er eine akkurate Kompetenz zur Verdrängung von (seiner Meinung nach) unangenehmen Gedanken und peinlichen psychischen Schattenseiten offenbaren. Dies wäre aber eigentlich nicht unkonventionell, als diese Handhabe ohnehin in unserem Kulturkreis weit verbreitet, ja sozusagen gang und gäbe ist.
Vorliegendes Buch sieht sich als ein Beitrag zu einem tieferen Verständnis der Eifersucht, damit Leserinnen und Leser durch Einsicht und Reflexion lernen können, besser mit sich selbst umzugehen. Auf der anderen Seite wird auch angestrebt, Ihnen die Kompetenz zu vermitteln, mit Ihren Mitmenschen besser klarzukommen, falls jene sehr anfällig für weit überzogene Eifersucht sind.
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Eifersucht ist ein Paradoxon
Die Fähigkeit zur Toleranz von Eifersüchteleien vonseiten des Partners hängt aber, und das wird oft nicht bedacht, fortwährend von gegenwärtigen Stimmungen ab, von der >>Tagesform<<. Wer fix und fertig vom Arbeiten abends im gemeinsamen Haushalt aufkreuzt und sich plötzlich anhören muss: >>Wieso bist du nicht schon vor 10 Minuten heimgekommen? Ich weiß ganz
genau,
dass du vom Büro aus etwa 30 Minuten brauchst!<<, der wird sich garantiert nicht so oft darüber freuen und etwa sagen: >>Ach wie schön, mein Partner zeigt mir seine Liebe, er ist
höchst
aufmerksam.<<
Im Allgemeinen jedoch können wir sicherlich festhalten: Würde Eifersucht
total
fehlen, eben auch dann, wenn sie (meist unbewusst) provoziert wird, würden vielen liierte Menschen das Gefühl haben, es stimme etwas in ihrer Beziehung nicht. Sie würden vielleicht mit David BUSS (2003, S. 244) sagen: >>Das Fehlen von Eifersucht ist eine Art emotionale Bankrotterklärung.<<
Im Umkehrschluss verhält es sich aber auch so, dass ein Übermaß an Eifersucht auch nervenaufreibende und zerstörerische Wirkungen nach sich zieht:
>>Extreme Eifersucht, die unangebracht und paranoid ist,
- schränkt mich persönlich ein, macht mich unfrei;
- entfernt mich emotional von meinem Lebensgefährten;
- drängt mich in eine untergeordnete Position;
- zwingt mich immer wieder zu Rechtfertigungen;
- löst bei mir irgendwann Aggression bzw. Frustration aus;
- wird mich vielleicht zu einem Seitensprung
motivieren
.<<
Diese Argumente stammen von Kursteilnehmern; sie werden von denjenigen Menschen geäußert, die unter Eifersucht des Partners anscheinend sehr gelitten haben.
An dieser Stelle drängt sich natürlich auch folgende Frage auf: Was ist mit den Fällen, wo Eifersucht möglicherweise begründet erscheint? Vielleicht hat tatsächlich eine Affäre stattgefunden, die man nicht 100-prozentig verschleiern konnte. Manchmal wird auch eine Affäre regelrecht >>erahnt<<, etwa weil der Partner von jetzt auf gleich neue Vorlieben pflegt, plötzlich einen anderen Musik- oder Literaturgeschmack hat, ein neues Kleidungsstück trägt, unerwartet eine Fremdsprache studiert usw. Diese Phänomene
können
auf ein außerhäusiges Techtelmechtel hindeuten.
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Dr.
Marcus Damm
, Dipl.-Päd., geb. 1974, lebt in Landau (Pfalz). 1997-2001 Studium in Landau. 2004 Promotion. Seit 2004 Lehrer an einer berufsbildenden Schule in Ludwigshafen. Seit 2001 Kursleiter an Volkshochschulen; zahlreiche Seminare zu den Themen Eifersucht, Angst, Kommunikation, Psychologie der Zweierbeziehung, Persönlichkeitsentwicklung und Flirten. Weitere Infos unter: www.marcus-damm.de
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