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Myers, Wayland P.
Die Grundlagen der Gewaltfreien Kommunikation ... wie ich sie verstehe und anwende.
Gewaltfreie Kommunikation: Die Ideen & ihre Anwendung
Originaltitel:
Nonviolent communication. The Basics ...
1. Auflage, 2006.04.27
64 Seiten, Kartoniert
Format: 14.0 x 21.5cm
ISBN: 3-87387-621-3
ISBN 13: 978-3-87387-621-7
7,90 EUR
Die Gewaltfreie Kommunikation ermöglicht es uns, auf die Themen zu fokussieren, die vom Herzen kommen - z.B., daß es Menschen gut geht und was getan werden kann, um diesen Zustand noch zu verbessern. Es geht nicht um verstandesmäßige Analysen dessen, was richtig oder falsch ist oder wer Schuld hat. Mit der Gewaltfreien Kommunikation haben wir die wesentlichen Voraussetzungen dafür, uns auf die Punkte und Erfordernisse zu besinnen, die Mitgefühl, Verbindung und Großzügigkeit in zwischenmenschlichen Beziehungen anregen. Wayland Myers wendet die Grundlagen der Gewaltfreien Kommunikation auf den Bereich der zwischenmenschlichen Beziehungen an. Seine Darstellung ist gleichermaßen klar, einfach, einfühlsam und praxisorientiert. Für jeden Schritt gibt es eine Checkliste, Empfehlungen und verschiedene Beispiele aus den Bereichen Familie, Paarbeziehung und Berufsalltag. Der Leser erhält somit eine sehr übersichtliche und anwenderfreundliche Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation.
Gewaltfreie Kommunikation
Die Absicht des Prozesses
Leitlinien statt Regeln
Was wir mitteilen und worauf wir hören: zwei grundlegende Fragen
Auslösende Ereignisse
Gefühle
Persönliche Bedürfnisse (Wünsche, Träume, Verlangen, usw.)
Erwünschte Handlungen
Wie wir uns mitteilen und wie wir zuhören: drei Empfehlungen
Fakten beschreiben, statt moralisch zu urteilen oder zu beschimpfen
Gefühle und Bedürfnisse erkennen, statt zu beschuldigen oder zu verteidigen
Ein erwünschtes Verhalten erbitten, statt zu fordern, zu drohen, rumzukommandieren oder zu manipulieren
Weitere komplexe Anwendungen
Wenn der Einsatz hoch oder die Verletzungen groß erscheinen
Wenn meine Art zu reden das Gespräch zerstört
Wenn ich durch die Worte von anderen aus der Bahn geworfen werde
Ein Beispiel aus der Geschäftswelt
Die positive Langzeitwirkung durch die Anwendung der Gewaltfreien Kommunikation
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Geleitwort von Marshall Rosenberg
Es sind mehrere Jahre vergangen, seit ich Wayland Myers in einem gemeinsamen Seminar den Prozess, den ich Gewaltfreie Kommunikation nenne, vermittelt habe. Ich war erfreut, als er mir später erzählte, wie Gewaltfreie Kommunikation sein persönliches Leben und seinen Berufsalltag bereichert hatte. Und wenn ich jetzt sein Buch lese, in dem er aufzeigt, wie er es vermocht hat, diesen Prozess zu gestalten, bin ich zuversichtlich, dass die Leser und Leserinnen von seinen Erfahrungen mit dem Prozess profitieren werden. Seine Klarheit und sein Humor tragen dazu bei, wichtige Ideen einfach zugänglich zu machen, ohne dabei unzulässig zu vereinfachen. Ich freue mich sehr über dieses Buch.
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Eine der ersten Fragen, die Menschen häufig stellen, wenn sie den Namen "Gewaltfreie Kommunikation" hören, ist: "Was ist unter dem Begriff >>gewaltfrei<< zu verstehen?" Marshall verwendet den Begriff >>gewaltfrei<< so wie Gandhi ihn benutzte, d.h.: Wir handeln, ohne jemandem zu schaden. Gewaltfreie Kommunikation umfasst aber noch viel mehr, als uns davor zu bewahren, uns gegenseitig Schaden zuzufügen, wenn wir miteinander kommunizieren. Nichtsdestotrotz ist dies eines der vorrangigen Ziele. Was bedeutet das Wort "Schaden" in diesem Zusammenhang? Es bedeutet, dass wir auf eine Art und Weise handeln, die Schmerzen und Verletzungen auslöst. So gesehen können viele unserer üblichen Kommunikationsformen und -methoden als gewalttätig angesehen werden. Das möchte ich etwas genauer darstellen.
Wenn wir den Kummer ausdrücken möchten, den wir darüber empfinden, wie andere uns behandelt haben, dann verbringen wir einen großen Teil der Zeit damit zu sagen, was wir über den Charakter dieser Menschen denken. ("Das ist armselig.") Was resultiert daraus? Wenn unser Gegenüber unsere moralischen Bewertungen hört, werden er oder sie oft Schmerz, Ärger und Entmutigung empfinden. Gleichzeitig vergessen sie unseren Kummer und kontern oder ziehen sich zurück. Autsch! Dann fühlen wir uns noch aufgebrachter und vielleicht sogar noch einsamer als zuvor. Autsch! Nun leiden alle Beteiligten noch mehr.
Eine andere problematische Angewohnheit ist es, wenn wir versuchen unsere Gefühle auszudrücken und etwa Folgendes sagen: "Du bringst mich in Verlegenheit." Oder "Du machst mich wütend." Wenn wir so etwas sagen, entzünden wir geradezu die Flammen der Verbitterung in uns selbst und inspirieren die anderen dazu, mit uns zu diskutieren. Oder sie beginnen, sich schuldig zu fühlen oder verärgert zu reagieren. Doppeltes Autsch!
Ein letztes Beispiel: Wir wünschen uns sehnlichst, dass eine andere Person etwas für uns tut. Wir befürchten oder hören aber, dass die andere Person nicht so handelt, wie wir es möchten. Dann greifen wir vielleicht auf Drohungen, Schuldzuweisungen, Beschämungen oder Forderungen zurück. Die meisten Menschen uns gegenüber mögen es nicht, wenn sie auf diese Art und Weise behandelt werden. Oft konzentrieren sie sich dann darauf, auf die Art und Weise zu reagieren, wie sie behandelt worden sind, und ziehen es gar nicht mehr in Erwägung, auf unsere Bitte einzugehen. Wiederum bedeutet das mehr Schmerz für alle.
Wenn ich über die Tiefe und die Weite des menschlichen Leidens nachdenke, das ein natürliches Abfallprodukt unserer üblichen Kommunikationsformen ist, dann bin ich traurig. Dabei spielt es für mich keine Rolle, dass dieser Schmerz unbewusst hervorgerufen wird und oft gar nicht beabsichtigt ist. Ich denke an das unglaubliche Ausmaß an Energie, das wir als Spezies darauf verwenden, mit all den persönlichen und kollektiven Konflikten umzugehen, die durch diese Methoden hervorgerufen werden. Wenn ich mir das so anschaue, dann schließe ich daraus, dass unsere übliche Art der Kommunikation uns eine Menge kostet, wirklich eine Menge. Ich bin zutiefst dankbar, dass ich eine umfangreiche Auswahl an alternativen, Frieden schaffenden, Bedürfnis erfüllenden Methoden kenne, die ich anwenden kann. Meine Beziehungen zu mir selbst und zu anderen haben sich dadurch tief greifend verändert.
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Wayland Myers
, Ph.D. ist Psychologe und Berater und lebt in Kalifornien. Er arbeitet schwerpunktmäßig mit Angehörigen von Suchtpatienten, mit Trauma-Patienten (EMDR) und organisiert Kommunikationsseminare im Business-Bereich. Seit 1986 nimmt er regelmäßig an GFK-Seminaren mit Marshall Rosenberg teil.
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