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Blickhan, Claus
Die sieben Gesprächsförderer
Miteinander reden lernen

2. Auflage, 2007.12.03
160 Seiten, Kartoniert
Format: 14.0 x 21.5cm
ISBN: 3-87387-611-6
ISBN 13: 978-3-87387-611-8

13,90 EUR
Sieben elementare Gesprächsregeln, die sofort jedem Gespräch einen glücklicheren Verlauf und ein erfreulicheres Ergebnis geben. Richtig miteinander reden - das ist für private und geschäftliche Beziehungen das A und O. Claus Blickhan präsentiert einen Leitfaden, der in jeder Gesprächssituation weiterhilft. Aus fast jedem Gegeneinander kann ein Miteinander werden, wenn die Partner richtig miteinander reden. Wie das geht, lernen die Leserinnen und Leser anhand dieses Kurzlehrgangs. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um Gespräche im partnerschaftlichen oder familiären Rahmen, von Nachbar zu Nachbar, am Arbeitsplatz, im Verein, im Freundeskreis, in der Schule oder auf der politischen Bühne handelt. Der Autor beschränkt sich auf die sieben wichtigsten Grundregeln. Dazu gehört das aufmerksame, zugewandte Hinhören ebenso wie das richtige, offene Fragen oder das klare, verständliche Formulieren und Informieren, das Vermeiden von vorwurfsvollen, aggressiven Untertönen genauso wie der Verzicht auf ironische Schlenker oder verwaschene Andeutungen. Die Kommunikationsvorgänge werden in dieser Weise einfach, klar und übersichtlich und in jeder Situation anwendbar. Kurze Zusammenfassungen und prägnante Merksätze erhöhen den Nutzeffekt dieses Leitfadens für gute Gespräche.



Inhalt

Reden und reden lassen
Reden allein macht den Partner nicht glücklich

Fragen über Fragen
Wer nicht fragt, bleibt dumm

Beim Thema bleiben
Woher soll ich wissen, was Sie meinen, wenn ich höre, was Sie sagen?

Persönliche Botschaften
Wer ist denn hier eigentlich gemeint?

Appelle und Argumente
Warum sollten Sie tun, was andere sagen?

Mit den Menschen sprechen
Wer mit jemanden reden will, sollte nicht gegen ihn reden

Wirkungen und Auswirkungen
Wie Sie mit jemandem darüber reden können, wie er mit Ihnen redet

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Vorwort

Wann und wo lernen wir, was wir im Alltag wirklich brauchen: Wie erklären wir jemandem den Weg zum Bahnhof? Wie bitten wir um Hilfe? Wie können wir dafür sorgen, dass andere uns gerne zuhören? Wie spreche ich jemanden an, der mich interessiert? Wie teile ich einem Freund mit, wie ich mich wirklich fühle? Dafür gibt es keine Lehrpläne, das lernen wir nicht in der Schule. Und für manche mag es scheinen, das könne man gar nicht lernen: "Das hat man - oder man hat es nicht."

Diese Meinung ist in ihrer Schwarz-Weiß-Mentalität schlichtweg falsch. Natürlich gibt es Unterschiede im Talent, in der Veranlagung. Aber dass ein gesunder Mensch sich gar nicht ausdrücken kann, ist genauso ausgeschlossen wie das Gegenteil, dass ein talentierter Redner ohne jedes Training zu seiner Fertigkeit gekommen wäre. Gerade Talente trainieren, um ihre Fähigkeiten aus- und aufzubauen. Was es da zu lernen gibt und wie Sie das am besten lernen können, davon handelt dieses Buch.

Training der Kommunikation wird seit vielen Jahren in Firmen systematisch eingesetzt, und mit der Zeit und mit zunehmender Erfahrung sind diese Trainings praktikabler und effektiver geworden. Seit Paul Watzlawicks Klassiker "Menschliche Kommunikation" Ende der 60er Jahre sind Dutzende von Büchern zu dem Thema veröffentlicht worden. Wozu also noch ein Buch?

In diesem Buch finden Sie die wesentlichen Inhalte aus Gesprächspsychologie und Kommunikationsforschung
- knapp und prägnant
- leicht verständlich
- praktisch zu üben und anzuwenden.

Die Auswahl des Stoffes ist bei dieser Zielstellung naturgemäß subjektiv. Sie stützt sich stark auf die Arbeiten von Schulz von Thun und sein Konzert der "vier Aspekte", das Sie im Einführungskapitel kennenlernen. Um der praktikablen Anwendung gerecht zu werden, ist der Stoff nach den "sieben Gesprächsförderern" geordnet, und in jeweils einige Tipps dazu untergliedert. Sie können das Buch von Anfang bis zum Ende lesen. Sie können aber auch nach den ersten drei Kapiteln, in denen die Basis für die anderen gelegt wird, nach Herzenslust in den anderen Kapiteln herumspringen und sich einzelne Texte und Übungen nach Ihrer Wahl herauspicken. Das letzte Kapitel über "Feedback" ist ein wenig akademischer ausgefallen, dürfte aber trotzdem für Noch-Nicht-Fachleute verständlich sein.

Verhalten kann man nicht in Büchern lernen. Was dieses Buch bietet, sind Hinweise zum genaueren Beobachten, besseren Zuhören, verständlichen Sprechen und zu partnergerechter Kommunikation. Dazu gibt es viele Beispiele und Übungen. Wenn Sie mögen, legen Sie einen Block und Stift in die Nähe. Dann können Sie manche Übungen viel intensiver machen.

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Leseprobe

Zarte Andeutung und strikte Anweisung
Wenn wir unsere Appelle deutlich machen wollen, haben wir die Wahl zwischen sehr wohl differenzierbaren Abstufungen. Auf der einen Seite finden wir den direkten Befehl, das andere Extrem wäre ein zaghafter Wunsch. Das könnte etwa so aussehen:

1. Zarte Andeutung:
"Schatz, könntest du dir vorstellen, vielleicht irgendwann mal wieder ein kleines Sträußchen Blumen mitbringen zu können?"

2. Unverbindlicher Wunsch:
"Du, es wäre schön, wenn du mal wieder an Blumen denkst ..."

3. Freundliche Bitte:
"Schatz, bist du so lieb und bringst mir mal wieder Blumen mit?"

4. Direkte Bitte:
"Bring mir doch bitte heute aus der Stadt Blumen mit."

5. Bitte mit Argument:
"Bring mir bitte einen Strauß Blumen mit, ich zahle alles!"

6. Dringende Bitte:
"Bring mir bitte unbedingt heut noch einen Strauß Blumen, ich verlass mich darauf!"

7. Auftrag, Anweisung:
"Bring heute einen Strauß mit 17 roten Rosen mit!"

8. Befehl:
"Bring einen Strauß Blumen!"

9. Mehrfach-Befehl:
"Bring einen Strauß Blumen! Mach schon, beeil dich!"

10. Befehl mit Drohung:
"Bring Blumen mit, sonst kannst du dir dein Bier selber holen!"

11. Offene Erpressung:
"Wenn du diese Blumen jetzt nicht kaufst, kannst du deine Hemden selbst bügeln!!"

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Autoren Information

Claus Blickhan, Diplom-Psychologe, arbeitet seit vielen Jahren als Management-Trainer. Er ist Mitbegründer des ersten deutschen Instituts für NLP im Management. Leitet zusammen mit seiner Frau Daniela Blickhan das "INNTAL-Institut für NLP" in Rosenheim.

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