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Armstrong, Thomas
Das Märchen vom ADHS-Kind
50 sanfte Möglichkeiten, das Verhalten Ihres Kindes zu verbessern - ohne Zwang und ohne Pharmaka
Originaltitel:
The Myth of the ADD Child
2. Auflage, 2007.03.29
320 Seiten, Kartoniert
Format: 17.0 x 24.0cm
ISBN: 3-87387-494-6
ISBN 13: 978-3-87387-494-7
22,50 EUR
Das Märchen vom ADHS-Kind
setzt sich kritisch mit der fälschlichen Diagnostizierung von Millionen von Kindern mit der sogenannten Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) und dem übermäßigen Gebrauch psychoaktiver Medikamente - wie Ritalin - zur Behandlung von Hyperaktivität auseinander. Nach Auffassung des Autors sind viele der Verhaltensweisen, die als ADHS bezeichnet werden, in Wahrheit aktive Reaktionen eines Kindes auf komplexe soziale, emotionale und erzieherische Einflüsse. Wenn Eltern an den Ursachen der Probleme arbeiten, statt Symptome mit potentiell schädlichen Medikamenten und durch Verhaltensveränderungsprogramme nur zu überdecken, können sie ihren Kindern zu mehr Lebensqualität verhelfen. Zu den vom Autor empfohlenen fünfzig "drogenfreien" Strategien zur Überwindung der Aufmerksamkeits- und Verhaltensprobleme von Kindern zählen u.a. Maßnahmen zur Stärkung der Selbstachtung und zur optimalen Förderung von Vitalität und Kreativität. Außerdem enthält sein Buch Checklisten, mit deren Hilfe Leser die für ein bestimmtes Kind besten Interventionen finden können. "Das vor Ihnen liegende Buch hat eine generell positive Sichtweise über Kinder und das Lernen. Es vertritt die These, daß Kinder, die unter Aufmerksamkeits- und Verhaltensproblemen leiden, in ihrem Kern völlig normale und gesunde menschliche Wesen sind, die nicht unter einer medizinischen Störung leiden. Der Leser sollte jedoch wissen, daß ich in meinem Buch nicht behaupte, es gäbe keine unkonzentrierten, hyperaktiven oder impulsiven Kinder. Es geht mir vielmehr darum, daß das ADHS-Konzept nicht sehr hilfreich dafür ist, solche Verhaltensweisen zu verstehen; es hindert uns nämlich daran, ein Kind in seiner Ganzheit wahrzunehmen. Ich bin auch nicht grundsätzlich dagegen, Kindern unter bestimmten Voraussetzungen Medikamente zu geben. Ich denke jedoch, daß Eltern ein Recht darauf haben, über alle Alternativen Bescheid zu wissen, die ihren »auffälligen« Kindern helfen können, im Leben erfolgreich zu sein." -
Thomas Armstrong
Vorwort von Vera F. Birkenbihl
ENTMYSTIFIZIERUNG DES ADHS-MÄRCHENS
Amerikas neue Lernstörung
ADHS: Jetzt ist es da, jetzt ist es weg
Warum ADHS eine vereinfachende Antwort auf die Probleme einer komplizierten Welt ist
Was an der >>guten Pille<< gut (und was weniger gut)ist
Beherrschen oder Befähigen, das ist die Frage!
50 STRATEGIEN, DIE VERHALTEN UND AUFMERKSAMKEITSSPANNE IHRES KINDES VERBESSERN
1. Sorgen Sie für ein ausgewogenes Frühstück
2. Denken Sie über einen Versuch mit der Feingold-Diät nach
3. Beschränken Sie die Zeit für Fernsehen und Videospiele
4. Die heilsame Wirkung der Selbstinstruktion
5. Stellen Sie fest, was Ihr Kind interessiert
6. Setzen Sie sich für ein gutes Körpererziehungsprogramm in der Schule Ihres Kindes ein
7. Melden Sie Ihr Kind für einen Kurs in einem asiatischen Kampfsport an
8. Stellen Sie fest, welchen Lernstil Ihr Kind bevorzugt
9. Benutzen Sie Hintergrundmusik zur Förderung der Konzentration und zur Beruhigung
10. Benutzen Sie Farben zur Hervorhebung von Informationen
11. Bringen Sie Ihrem Kind bei zu visualisieren
12. Entfernen Sie Allergene aus dem Speiseplan
13. Geben Sie Ihrem Kind ausreichend Gelegenheit zur körperlicher Bewegung
14. Stärken Sie das Selbstwertgefühl Ihres Kindes
15. Stellen Sie fest, wann Ihr Kind am aufmerksamsten ist
16. Geben Sie Anweisungen so, daß die Aufmerksamkeit Ihres Kindes gefesselt wird
17. Bieten Sie Ihrem Kind eine Vielfalt anregender Lernaktivitäten an
18. Denken Sie über ein Biofeedback-Training nach
19. Fördern Sie aufkeimende Berufsinteressen Ihres Kindes
20. Bringen Sie Ihrem Kind Techniken körperlicher Entspannung bei
21. Nutzen Sie das beiläufige Lernen
22. Sorgen Sie dafür, daß Ihr Kind als vollwertiges Mitglied in eine reguläre Klasse aufgenommen wird
23. Sorgen Sie für positive Rollenmodelle
24. Denken Sie über die Nutzung alternativer Schulangebote nach
25. Ermöglichen Sie den Ausdruck kreativer Energie in Form künstlerischer Aktivitäten
26. Geben Sie Ihrem Kind Gelegenheit zu praktischen Aktivitäten
27. Nehmen Sie sich die Zeit, mit Ihrem Kind in einer positiven Atmosphäre zusammen zu sein
28. Stellen Sie Ihrem Kind adäquaten Raum zum Lernen zur Verfügung
29. Denken Sie darüber nach, ob Ihrem Kind eine psychotherapeutische Einzelbehandlung helfen könnte
30. Nutzen Sie Berührung zur Beruhigung
31. Helfen Sie Ihrem Kind, organisatorische Fähigkeiten zu entwickeln
32. Helfen Sie Ihrem Kind, den Wert persönlicher Anstrengung schätzen zu lernen
33. Sorgen Sie für sich selbst
34. Bringen Sie Ihrem Kind Fokussierungstechniken bei
35. Geben Sie sofort Feedback
36. Ermöglichen Sie Ihrem Kind die Nutzung eines Computers
37. Denken Sie über eine Familientherapie nach
38. Bringen Sie Ihrem Kind bei, Probleme zu lösen
39. Ermöglichen Sie Ihrem Kind, echte Verantwortung zu übernehmen
40. Setzen Sie Auszeiten auf positive Weise ein
41. Helfen Sie Ihrem Kind, soziale Kompetenz zu entwickeln
42. Treffen Sie mit Ihrem Kind Vereinbarungen
43. Nutzen Sie effektive Kommunikationsmethoden
44. Ermöglichen Sie Ihrem Kind echte Entscheidungen
45. Erkennen Sie die vier Arten von Fehlverhalten, und gehen Sie darauf ein
46. Legen Sie konsistente Regeln, Verfahrensweisen und Übergänge fest
47. Halten Sie Familienversammlungen ab
48. Lassen Sie Ihr Kind einem jüngeren Kind etwas beibringen
49. Setzen Sie auf die Wirkung natürlicher und logischer Folgen
50. Behalten Sie stets ein positives Bild von Ihrem Kind
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von Vera F. Birkenbihl
ICH FREUE MICH, daß dieses wichtige Werk jetzt bei
Junfermann
auf deutsch erscheint, denn auch bei uns wächst das Bewußtsein, daß es nicht angehen kann, wenn wir ein stetig wachsendes "Heer" an kleinen braven >>Ritalin-Soldaten<< heranziehen.
Das haben inzwischen auch die Eltern erkannt, aber diese erhielten in der Vergangenheit vorwiegend >>Informationen<< aus der Pharma-Ecke. Zum Beispiel habe ich mindestens fünf Sendungen im Fernsehen gesehen, bei denen das Zappelphilipp-Phänomen einziges (bzw. Haupt-)Thema war und jedesmal bekamen diejenigen, die sich
für Ritalin
aussprachen,
drei viertel oder vier fünftel der Sendezeit.
Zwar durfte die eine oder andere Kinder-Ärztin oder Therapeutin erwähnen, daß es auch ohne ginge, woraufhin jedoch, rechtzeitig zum Ende der Sendung, wieder ein Pillen-Befürworter das letzte Wort ergriff. Letzte Eindrücke sind bekanntlich bleibende und so kann es uns nicht verwundern, wenn
völlig verunsicherte Eltern
sich durch solche "bleibenden" Eindrücke beeinflussen lassen.
Aber es gibt inzwischen eindeutige Erfahrungen aus dem >>anderen Lager<<. Zum Beispiel berichtet die prominente Harvard-Professorin Ellen J. Langer, die sich seit fast drei Jahrzehnten durch brillante Studien (Konzeption und Durchführung) auszeichnet, über ein ADHS-Experiment. Stellen Sie sich vor: Kinder in einem Raum mit einem Fernseher, in den (per Video aus dem Nachbarraum) eine >>Sendung<< eingespielt wird, die die Kinder bitte ansehen sollen. In einem Fall liegen eine Menge Spielsachen herum, im anderen Fall nicht. In beiden Durchgängen besteht eine Hälfte der Kinder aus ADHS-Kindern, die andere Hälfte aus >>nicht verhaltens-auffälligen<< Schul- und SpielkameradInnen. Nun passiert folgendes:
Wenn
Spielsachen herumliegen, lenken die ADHS-Kinder sich selbst von der >>Sendung<< ab, weil sie andauernd mit irgendeinem Toy herumspielen (und zwar in weit größerem Maß, als die Kinder der Kontrollgruppe). Aber, und das ist das Wesentliche: Ohne Spielsachen verfolgten die ADHS-Kinder diese >>Sendung<< genau so aufmerksam wie die anderen. Im Klartext:
ADHS-Betroffene lassen sich leichter >>ablenken<<, aber nur, wenn das Angebot zu groß ist, bzw. wenn es weitere, interessantere Ziele gibt, auf die sie ihre Aufmerksamkeit lenken können.
Nun gibt es zwar offiziell ein sogenanntes ADHS-Syndrom, aber >>es<< ist genau so diffus wie >>die sogenannte Legasthenie<< (unterschiedliche Bundesländer "entdecken" unterschiedlich hohe Prozentsätze an ihren Schulen!). Ähnlich hier! Es gibt kein eindeutiges >>einziges<< ADHS-Geschehen, und in der Aufklärung dieses Sachverhaltes liegt ein Teil des hohen Wertes des vorliegenden Buches (auf den anderen Teil kommen wir gleich).
Thomas Armstrong wendet sich an Elternhaus und Schule gleichermaßen. Er hat das ADHS-Syndrom mit zunehmender Sorge wachsen und gedeihen gesehen, das jedoch aus ganz unterschiedlichen Gründen auftreten bzw. das aus unterschiedlichsten Blickwinkeln heraus diagnostiziert werden kann. So wie Sie vielleicht ständig niesen, weil Sie eine Erkältung haben oder weil jemand Niespulver verstreut hat oder weil Sie allergisch auf Pollen reagieren, so gibt es unterschiedliche Hintergründe, aus welchen ähnliche Symptome >>sprießen<< können. All das erklärt Armstrong in einfacher klarer Sprache, weil er einer jener Menschen ist, die wirklich helfen und heilen wollen.
Ein Teil des ADHS-Syndroms besteht nämlich aus Mißverständnissen überforderter bzw. falsch beratener Eltern, ein Teil aus realen Verhaltens-Problemen, zu denen es jedoch unterschiedliche Zugänge gibt. Und, Armstrong hilft, die Unklarheiten von einem Teil der Nebelschwaden zu befreien, denn: Mit Hilfe eines Fragebogens mit einfachen Fragen (z.B. ob das Kind eher vor oder nach Nahrungsaufnahme unruhig wird) können Eltern Zugang zur Situation ihres Kindes bekommen und können einschätzen lernen, welche >>Art<< von ADHS in diesem Falle wohl zutrifft.
Jetzt kommen wir zu dem zweiten Grund, warum dieses Buch so genial ist. Nach den Erklärungen über die Sachlage (in den ersten Kapiteln) folgt
die Schatztruhe dieses Buches: 50 medikamentenfreie Strategien,
wobei die Ergebnisse des Fragebogens Ihnen helfen, diejenigen Strategien einzukreisen, die in Ihrem Fall wohl die größte Erleichterung verschaffen können.
Gerade jetzt zeigen neuere Studien auf, daß jahrelange Ritalin-Einnahme möglicherweise zu großen Schäden bei Twens (jungen Erwachsenen) führen könnte. Solange wir noch nicht wissen, ob das stimmt, sollten wir jedes Kind ohne Ritalin aufwachsen lassen, bei dem das geht. Daß bei einer Minderheit ein Medikament vielleicht der letzte Strohhalm ist, mag ja sein, aber man müßte halt wissen, daß es wirklich der allerletzte ist. Wer dieses Buch kennt, hat völlig andere Möglichkeiten einer intelligenten, liebevollen und verantwortungsvollen Entscheidung als zuvor! Deshalb müßte dieses Buch betroffenen Eltern per Rezept "verordnet" werden, aber es wäre auch sinnvoll, es LehrerInnen zur Pflichtlektüre zu machen, damit sie diejenigen Eltern beraten können, die das in diesem Buch beschriebene Insider-Wissen noch nicht besitzen.
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Der ADHS-Mythos: Falls Ihnen eines der vielen von Ärzten, Psychologen oder besorgten Eltern geschriebenen neuen Bücher über ADHS in die Hände fällt, werden Sie wahrscheinlich feststellen, daß darin versucht wird, Sie zum Glauben an das ADHS-Märchen zu bekehren. Man drängt Sie zur Annahme, bestimmter Überzeugungen bezüglich der Verhaltens- und Aufmerksamkeitsprobleme einer spezifischen Gruppe von Kindern. Bevor wir einige der mit dieser Perspektive verbundenen Probleme untersuchen, möchte ich diesen Mythos kurz beschreiben:
ADHS ist eine neurologische Störung, wahrscheinlich genetischen Ursprungs, die 3-5 Prozent aller amerikanischen Kinder (insgesamt etwa zwei Millonen Kinder) befällt. Die Zahl der Jungen die unter dieser Störung leiden, ist signifikant höher als die der Mädchen, doch da das Problem heute immer häufiger auch bei Mädchen entdeckt wird, basiert die bisherige Annahme, ADHS trete bei Mädchen seltener auf, wohl teilweise darauf, daß das Problem bei ihnen nicht entdeckt wurde. ADHS hat drei charakteristische Merkmale: Hyperaktivität (z.B. Herumzappeln, übermäßiges Laufen und Klettern, Verlassen des Arbeitsplatzes im Klassenraum), Impulsivität (z.B. ungefragtes Herausplatzen mit Antworten während des Unterrichts, Unterbrechen anderer Schüler, nicht abwarten können, bis man an der Reihe ist), und Unaufmerksamkeit (z.B. Vergeßlichkeit, Desorganisiertheit, Verlieren von Gegenständen, Flüchtigkeitsfehler).
Zur Zeit unterscheidet man bei Kindern drei Arten von ADHS-Fällen: eine Gruppe, die in stärkerem Maße hyperaktiv/impulsiv ist, eine zweite, bei der die Unaufmerksamkeit dominiert, und eine dritte, bei der alle drei genannten Charakteristika miteinander verbunden sind. Es gibt keine Laboruntersuchungen zur Diagnose dieser Störung. Die Beurteilung erfolgt aufgrund eines Inerviews mit Eltern, Kindern und Lehrern, einer gründlichen medizinischen Untersuchung und des Einsatzes spezieller Meßverfahren zur Verhaltensbeurteilung sowie durch Leistungstests.
Eine Methode zur definitiven Heilung von ADHS ist bisher nicht bekannt, doch läßt sich das Problem meist erfolgreich mit psychoaktiven Medikamenten behandeln (gewöhnlich Methylphenidat-hydrochlorid, allgemein unter dem Namen Ritalin bekannt, jedoch auch mit anderen Mitteln, darunter Psychostimulanzien, Antidepressiva und Antikonvulsiva), sowie durch Verhaltensmodifikation, eine speziell strukturierte Klassensituation, spezielle Instruktion der Eltern sowie nötigenfalls Beratungssitzungen. Eine konkrete Ursache für ADHS ist nicht bekannt, doch vermutet man zur Zeit, daß biochemische Unregelmäßigkeiten in den für Aufmerksamkeit, Planung und motorische Aktivität zuständigen Hirnbereichen das Auftreten der Störung beeinflussen.
Kinder, die unter ADHS leiden, können in der Schule große Schwierigkeiten haben, unter einem schwachen Selbstwertgefühl leiden, sich im Umgang mit Gleichaltrigen schwertun und zu Hause Probleme mit der Anpassung an Regeln haben, was oft Konflikte mit den Eltern nach sich zieht. Einige ADHS-Kinder leiden außerdem unter Lernstörungen, Verhaltensstörungen (destruktivem und/oder antisozialem Verhalten), Tourette-Syndrom (einer Störung, für die unkontrollierbare verbale "Tics" charakteristisch sind) und oder starken Stimmungsschwankungen einschließlich Depression und Angst. Bei manchen Kindern scheint ADHS um die Zeit der Pubertät zu verschwinden, doch besteht bei der Hälfte der Diagnostizierten die Gefahr, daß die Störung lebenslang bestehen bleibt.
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"Der leicht zu lesende und übersichtlich gestaltete Inhalt ist mit vielen Beispielen angereichert. Das Buch setzt sich kritisch und fachkundig mit der häufig vorschnellen Diagnostizierung von Kindern mit der so genannten >>Aufmerksamfkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung<< und der vorschnellen Verschreibung/dem übermäßigen Gebrauch psychoaktiver Medikamente (wie Ritalin) auseinander. Dr. Armstrong geht daher - folgerichtig - zunächst auf emotionale, soziale und erzieherische Einflüsse auf Kinder ein, um damit Problemkerne (!) als Ursachen zu identifizieren und Veränderungen zu ermöglichen. Auch wenn Dr. Thomas Gordon, Autor des Bestsellers >>Familienkonferenz<< von einer >>revolutionären, neuen ADHS-Konzeption<< spricht, kommt der Rezensent zu der Aussage, dass dieses Buch ganz normale Betrachtungen eines Problemfeldes vornimmt: einfach, stimmig, grundlagenorientiert und systemisch gedacht. Und genau darin liegt der besondere, beachtenswerte Vorteil dieses Buches, das allen Eltern und pädagogischen Fachkräften sehr eindringlich empfohlen werden kann. Modernistische Begriffe zu übernehmen ist zeitaktuell und >>in<< - einfache konsequente Änderungen vorzunehmen sind dagegen schwer und mit Arbeit verbunden. Dr. Armstrong zeigt fachkompetent, was zu tun ist."
- Handbuch für ErzieherInnen
"Thomas Armstrong (Sonderschullehrer, pädagogischer Berater, Publizist) schrieb dieses Buch 1995 als Kampfschrift gegen den ADHS-und Ritalin-Mythos in den USA. Der Grund, daß wir dieses Buch jetzt d.h. neun Jahre nach seinem Erscheinen besprechen, ist der nämliche: die inzwischen sich auch bei uns epidemisch ausbreitende Verwechslung der ADHS-Symptome mit einem Krankheitsbild und die zunehmende Bereitschaft von Ärzten, Psychologen, Lehrern und Eltern, darauf mit Ritalin zu reagieren, statt erst nach pädagogischen und psychotherapeutischen Alternativen Ausschau zu halten."
- Arbeitsgemeinschaft für Sozialberatung und Psychotherapie
"Thomas Armstrong erinnert mich mit seinem Buch
The myth of the ADD-Child
an den tapferen Menschen, der enthüllte, dass der Kaiser keine Kleider trug."
- Jeffrey Freed in: "Zappelphilipp und Störenfrieda lernen anders" (Campus-Verlag)
"Die Enthüllung, dass es ADHS als deutlich unterscheidbare nachweisbare Erkrankung nicht gibt, ist der eine - kürzere - Teil des Buches (60 Seiten). Wesentlich größeren Raum nimmt die Darstellung der Strategien ein, die nützlich sein könnten, um >>Verhalten und Aufmerksamkeitsspanne Ihres Kindes (zu) verbessern<<. Das macht deutlich, dass es Thomas Armstrong in erster Linie um Hilfestellung und Unterstützung für die Eltern geht, die unter dem Verhalten ihrer Kinder und mit ihren Kindern leiden. Aber auch für TherapeutInnen ist die Lektüre zu empfehlen. Was den Autor am Phänomen ADHS am meisten stört, ist die Betonung des Defizitären, die Abstempelung von sehr vielen Kindern durch ein psychiatrisches Krankheitsbild. Hinzu kommt eine Behandlung, die auf >>die gute Pille<< plus Verhaltenstherapie plus evtl. Eltern-Training standardisiert wurde - und im schlechtesten Fall auf Medikation reduziert wird. Demgegenüber orientiert sich Armstrong an der Lebendigkeit und den Fähigkeiten der Kinder, die aus unterschiedlichen Gründen und auf verschiedenem Hintergrund in ihrem Verhalten als Kinder mit ADHS-Symptomatik auffällig werden. Durch Querverbindungen zu allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklungen und Themen macht der Autor deutlich, dass es beim Umgang mit den Problemen, die ADHS-Kinder machen und haben, auf eine persönliche Entscheidung hinausläuft, ob Veränderung über Beherrschen oder Befähigen gesucht wird - der Autor plädiert für Letzteres."
- Systhema
"Eine revolutionäre neue ADHS-Konzeption." -
Thomas Gordon, Autor des Bestsellers "Familienkonferenz"
"Dieses Mut machende, vielfältige und weise Buch wird mehr Gutes bewirken als ein ganzer Schrank voller ungeeigneter Rezepturen." -
Shari Lewis
"Armstrong tut mehr, als dem Leser nur zu erklären, was an der Diagnose ADHS nicht stimmt. Er beschreibt innovative Lösungen von Verhaltensproblemen, die allesamt ohne Pharmaka auskommen. Dieses Buch ist Pflichtlektüre für Eltern, die nach ungefährlichen Lösungen für den Umgang mit einem schwierigen Kind suchen."-
Prof. Diane McGuiness
Nach oben
Thomas Armstrong
, Ph.D., ist Autor mehrerer Bücher. Er war früher Sonderschullehrer und hat zahlreiche Beiträge zum Themenbereich Kindererziehung für Zeitschriften wie Ladies' Home Journal und Family Circle geschrieben. Er hält Vorträge und Seminare in vielen Ländern und berät zahlreiche Institutionen und Einrichtungen, wie z.B. die "Sesamstraße" oder das "European Council of International Schools". Er lebt in Sonoma County, Californien.
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Blickhan, Daniela
Mit Kindern wachsen
NLP im Alltag
ISBN: 3-87387-142-4
22,00 EUR
Honos-Webb, Lara
ADHS als Geschenk
Wie die Probleme Ihres Kindes zu Stärken werden können
ISBN: 3-87387-656-6
19,50 EUR
0 Titel
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